Kurz vor dem Wintereinbruch haben an der Donaubrücke der B 31 an der Abzweigung nach Gutmadingen, die dort die Donau und die Eisenbahn überspannt, Bauarbeiten begonnen. Und das mit gutem Grund.

Zwar wird im Regierungspräsidium derzeit überlegt, ob die Brücke saniert oder längerfristig durch einen Neubau ersetzt werden soll, aber dennoch müssen aktuell im östlichen Brückenteil verschlissene Gleitlager und Gleitfedern saniert werden, um größere Schäden zu vermeiden.

Brücke dehnt sich bei Wärme aus

Dies jetzt, im Winter, zu tun, hat Vorteile. Gerhard Holzbaur, der zuständige Mitarbeiter des Regierungspräsidiums Freiburg in der Außenstelle Donaueschingen, erklärt: Bei höheren Temperaturen dehnt sich die Brücke bei ihrer Länge um bis zu 12 Zentimeter aus.

Im Bereich der Gleitlager ist wenig Platz vorhanden, hier wird jeder Zentimeter gebraucht, damit die Arbeiter die Sanierungen durchführen können. Und zehn bis zwölf Zentimeter ist viel Arbeitsraum, wenn dieser eh schon knapp bemessen ist, so Holzbaur.

Weniger Arbeitsraum im Sommer

Das wird auch bei einer Inaugenscheinnahme vor Ort deutlich. Dort steht ein Arbeiter oben, der andere musste sich fast kriechend in den Hohlkasten vorarbeiten um die Schrauben des Fahrbahnübergangs zu lösen.

Im Hochsommer bei 30 Grad im Schatten hat die Brücke aufgrund des schwarzen Asphalts noch mehr Grade auf dem Thermometer, der Arbeitsraum wäre dann noch enger. „Wir würden auch gerne bei wärmen Temperaturen arbeiten“, meinen die beiden Arbeiter, „aber Auftrag ist Auftrag“. Und es werde eben jeder Zentimeter Arbeitsraum benötigt.

Signalanlage hält Stau in Grenzen

Die Brücke wurde zwischen 1969 und 1971 im Zuge der Wartenberg-Umgehung neu gebaut und hat eine Länge von 265 Metern. Es ist eine leicht gekrümmte Balkenbrücke in einem schiefen Winkel mit einem Hohlkasten aus Spannbeton.

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Der Verkehr wird während der Arbeiten an der Brücke mit einer verkehrsabhängigen Signalanlage geregelt, sodass sich der Stau selbst auf der stark befahrenen Straße vor der Baustelle in beiden Richtungen in Grenzen hält.