Nun steht es fest: Das Geisinger Straßenfest fällt der Corona-Pandemie zum Opfer. Vertreter von Vereinen und Organisationen haben sich für eine Absage entschieden. Noch im Herbst hatten sie mit der Veranstaltung von 16. bis 18. Juli geplant. Sie findet alle zwei Jahre statt, zuletzt im Jahr 2019.

Geisingens Bürgermeister Martin Numberger: „Ich hatte zwar lange die Hoffnung nicht aufgegeben – aber auch wenn die Impfungen noch weiter an Fahrt aufnehmen sollten, halte ich es kaum für möglich, dass wir in drei Monaten ein Straßenfest durchführen können, bei dem wir mit tausenden Besuchern rechnen.“
Geisingens Bürgermeister Martin Numberger: „Ich hatte zwar lange die Hoffnung nicht aufgegeben – aber auch wenn die Impfungen noch weiter an Fahrt aufnehmen sollten, halte ich es kaum für möglich, dass wir in drei Monaten ein Straßenfest durchführen können, bei dem wir mit tausenden Besuchern rechnen.“ | Bild: Thomas Schröter     

Damals gingen die Vereine und Organisationen aber so auseinander, dass sie im April noch einmal die Lage beurteilen wollten. Aufgrund des Infektionsgeschehens haben sie nun die 23. Auflage des Straßenfests auf kommendes Jahr geschoben, auch, weil in der gesamten Region solche Großveranstaltungen bereits abgesagt wurden. Bürgermeister Martin Numberger hat alle Teilnehmer über die Absage informiert: „Schweren Herzens, aber mit einem klaren Blick auf die aktuelle Gemengelage, müssen wir das Geisinger Straßenfest 2021 absagen. Ich hatte zwar lange die Hoffnung nicht aufgegeben – aber auch wenn die Impfungen noch weiter an Fahrt aufnehmen sollten, halte ich es kaum für möglich, dass wir in drei Monaten ein Straßenfest durchführen können, bei dem wir mit tausenden Besuchern rechnen.“

Großer Aufwand für Planung

Selbst für den derzeit unwahrscheinlichen Fall, dass so eine Großveranstaltung mit einem Hygienekonzept doch stattfinden darf, stehe der Aufwand in keinem Verhältnis zum Ergebnis, schreibt der Bürgermeister ebenfalls an die Teilnehmer. Planungen solcher Feste sind mit größerem Aufwand verbunden, und im Zweifel blieben die Ausrichter auf Kosten sitzen. Die Vereine stellten zunehmend infrage, ob sich ein solcher Aufwand mit Blick auf entsprechende Auflagen lohnt. Abstände könnten wohl kaum eingehalten werden, und gerade das gemeinschaftliche Feiern mache das Straßenfest ja aus.

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Für viele Vereine ist es allerdings eine wichtige Einnahmequelle, um ihre Arbeit unter dem Jahr zu finanzieren. Zwar haben sie jetzt durch das gestrichene Straßenfest auch weniger Ausgaben, doch klafft teilweise doch eine Lücke. Bürgermeister Martin Numberger appelliert an die Vereine, je nach Möglichkeit und Infektionsgeschehen eventuell kleinere Feste oder Aktionen zu veranstalten. Dann seien die Besucherzahlen übersichtlicher.

Viele Vereine sind bereits kreativ: Sie haben im vergangenem wie auch in diesem Jahr mit Aktionen den Kontakt zu den Mitgliedern und Gönnern gesucht, sei es durch die Lieferung von Fassbier nach Hause sowie Grillwurst oder Kuchen zum Abholen. Oftmals ist das Vereinsleben vollständig zum Erliegen gekommen: keine Proben, keine Konzerte und Auftritte, keine Fußballspiele und kein Sporttraining aufgrund der Corona-Pandemie. Die Vereine hoffen auf den Spätsommer und Herbst. Neben dem Straßenfest haben Verantwortliche weitere bis zum Sommer bereits geplante Feste gestrichen, wozu auch das Reitturnier des Reitvereins Kirchen-Hausen anlässlich seines 40-jährigen Bestehens zählt. Der Wettkampf hätte von 7. bis 8. August stattfinden sollen.