2019 startete die Stadt Geisingen zusammen mit dem Naturpark obere Donau das Projekt „Buntes Treiben“ auf rund 2000 Quadratmetern, verteilt auf drei Standorte: Grünland im Freizeitgelände Danuterra, auf dem Platz vor der Heilig-Kreuz-Kapelle und beim Feuerwehrgerätehaus wurde zur Insektenweide.

Vor zwei Jahren waren noch die Kinder der beiden Kindergärten mit dabei, und haben seither Freude an den blühenden Pflanzen, die von Bienen und anderen Insekten aufgesucht werden. Eine ganz besondere Insektenweide entsteht in diesem Jahr in Geisingen an einem außergewöhnlichen Standort: im Baugebiet „Große Breite“. Dort werden Häuser am laufenden Band errichtet, aber es gibt auch Bauplätze die derzeit noch nicht auf dem Markt sind. Sie sind im Privatbesitz und sind es aus steuerlichen Gründen auch noch in naher Zukunft. Und jeder Eigentümer ist verpflichtet, Flächen zu mähen und dafür zu sorgen, dass keine Wildkräuter, etwa Distelsamen auf benachbarte Grundstücke fliegen.

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Wer einen Ackerdistel im Rasen hat, weiß wie schwer der zu entfernen ist. Hubert Seger hatte die Idee, auf den Bauplätzen eine Insektenweide anzulegen, solange bis diese noch nicht bebaut werden. Er nahm Kontakt mit den Mitarbeitern des Naturparks obere Donau auf, die sofort zusagten an einem doch ungewöhnlichen Ort eine solche Insektenweide anzulegen. Die Flächen wurden bereits entsprechend vorbereitet, und das ganze wurde auch noch gefilmt.

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Ein Filmteam war dabei und filmte die Aktion; das Video steht dann in den nächsten Wochen allen Interessenten kostenlos zur Verfügung. Es soll zumindest teilweise Seminare ersetzen, die sonst allen Flächenverantwortlichen angeboten werden, wie Nele Feldmann vom Naturparkverein mitteilt. Sie koordiniert auch das Projekt. Ziel des Projektes ist es, für Insekten ein ganzjähriges Nahrungsangebot für Wildbienen und Insekten zu schaffen die im Gegensatz zu Honigbienen nicht so weit fliegen.