Homeoffice muss künftig jeder Arbeitgeber anbieten, wo immer das möglich ist. Doch das geht längst nicht bei allen Arbeitsplätzen, wie eine Umfrage bei Geisinger Unternehmen zeigt. Denn dazu ist nicht nur guter Wille erforderlich, sondern auch die technischen Voraussetzungen wie entsprechende Internet-Bandbreiten.

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Bei der Firma Trokamed Medizintechnik in der kleinen Breite sei dies nicht der Fall, wie Verkaufsleiterin Silvia Tröndle berichtet. Deshalb könne die Firma nur begrenzt Homeoffice anbieten, weil bei zu vielen Zugriffen die Datenleitung nicht mehr mitmache. Und im Produktionsbereich sei Homeoffice sowieso kein Thema. Die meisten Arbeitsplätze seien so gestaltet, dass die nötigen Abstände eingehalten werden könnten, und dort wo dies nicht möglich sei, werde im Schichtbetrieb gearbeitet.

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Bei der Firma Engesser gilt wie in den anderen befragten Unternehmen Maskenpflicht. Außerdem seien die Räumlichkeiten der Verwaltung so umgestaltet worden, dass die Mitarbeiter mit entsprechenden Abstand arbeiten können, wie Manuela Engesser-Faas erklärt.

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Beim größten gewerblichen Arbeitgeber Geisingens, der Firma Pajunk, wurde nach Auskunft von Pressesprecherin Alice Häni viel investiert und mehrere Maßnahmen umgesetzt. Homeoffice sei dort für rund 120 Mitarbeiter in der kaufmännischen und technischen Verwaltung gewährleistet. Die Präsenz sollte die Hälfte der Arbeitszeit ausmachen.

Persönlicher Austausch fehlt

Bislang habe das Unternehmen positive Erfahrung damit gemacht, wenn auch der persönliche Austausch fehle. Die Abläufe insgesamt seien jedoch weiterhin reibungslos möglich, da das Unternehmen bereits zuvor die Digitalisierung vorangetrieben habe. Für die Bereiche der Produktion und des Versand- und Lagerbereichs mit rund 380 Beschäftigten habe die Firma ein umfangreiches Hygienekonzept aufgestellt.

Im Geisinger Rathaus seien hingegen alle Beschäftigten am Arbeitsplatz, wie Bürgermeister Martin Numberger auf Nachfrage mitteilt. Man sei aber auch in der Lage, Homeoffice anzubieten.