Nach zweijähriger coronabedingter Zwangspause ist am morgigen Sonntag, 1. Mai, das erste Freiluftfest der Region Geisingen auf dem Hausberg, dem Wartenberg zu erleben. Den Wandertreff richtet die Bläserjugend des Musikvereins Harmonie Gutmadingen aus.

Die Veranstaltung findet in jedem Fall statt – egal wie das Wetter sein wird. Bei schlechtem Wetter ist ein Zelt aufgestellt. Der Wandertreff hat sich längst in der ganzen Region etabliert. Schon wegen der Lage. So hat man von diesem schönsten Festplatz auch einen Blick in die Baar und die mäandrierende Donau zwischen Gutmadingen und Neudingen.

Es ist die 27. Veranstaltung dieser Art, welche die Musiker der Harmonie auf dem Wartenberg veranstalten. Politisch gehört der Wartenberg zur Gemarkung Geisingen, bis 1936 zur damaligen Gemeinde Wartenberg die zusammen mit den Einwohnern des Wartenberges wie auch von Drei Lärchen eine selbständige Gemeinde bildete und dann nach Geisingen eingemeindet wurde.

Kirchlich gehörten die Wartenberger noch lange zur Pfarrei Gutmadingen. Und die beiden Narrenfiguren Hund und Katz des Narrenvereins haben ihren Ursprung aufgrund einer Sage, die in Gutmadingen begann und mit dem angeblichen Tod der zwei Ritter nach einer Brautentführung endete.

Die Helfer erwarten die ersten Festbesucher bereits ab 11 Uhr. Wenn sich das Wetter entsprechend zeigt, kann während des Wandertreffs von 14 bis 16 Uhr auch die Kapuziner-Eremitage besichtigt werden. Sie ist ein Kleinod, oder auch das Geheimnis des Wartenberges, wie sie vom Vorsitzenden des Schwarzwaldvereins, Peter Bury, immer wieder bezeichnet wird.

Zum Kapuziner und dem Wartenberg führten vor sechs und mehr Jahrzehnten die meisten Schulausflüge der Baar. Bei den älteren Generationen ist die Eremitage noch gut bekannt, und viele Schüler von früher gehen mit ihren Enkeln zum Kapuziner, wenn sie gerade beim Wandertreff sind.

Die Kapuziner-Eremitage ist jedoch nur bei gutem Wetter geöffnet, beim Festplatz hört man dann auch die Glocke, die immer wieder läutet. Den Enkeln ist dieser Ort neu, den Omas und Opas weckt er alte Kindheitserinnerungen. Peter Bury, der Vorsitzende des Schwarzwaldvereins, wird die Führungen selbst vornehmen.