Die Fasnet 2021 war eine wie wohl keine zuvor. Zwar fiel die Fasnet bereits zu früheren Zeiten mal aus, doch selten war der Grund ein so gewichtiger, wie dieses Mal: eine Pandemie.

Video: Guy Simon

Doch die Narren reagierten und verlegten ihr Narrentreiben eben zu großen Teilen in den digitalen Bereich. Und hier sprühten sie vor Ideenreichtum. Der SÜDKURIER nahm das zum Anlass, um den Narren ein Plattform zu bieten und einen närrischen Videowettbewerb ins Leben zu rufen, bei dem es auch etwas zu gewinnen gab.

Der zweite Platz

Fast 4500 Leser haben sich online an der Abstimmung beteiligt und aus 116 originellen Kurzfilmen ihren Favoriten gewählt. Der Grünwinkel-Beitrag mit einer kindgerechten Erklärung über die Besonderheit der Fasnet hat dabei den zweiten Platz und einen Preis von 500 Euro erreicht.

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„Für uns kam das total überraschend“, sagt Narrenrat Udo Heppler. Es sei schnell klar gewesen, dass man mitmachen wolle, aber mit einem Gewinn habe man nicht gerechnet. Im Geisinger Video ist auch Hepplers Tochter als kleines Hansele zu sehen. „Alles Corona-konform im eigenen Wohnzimmer gedreht“, erklärt der Narrenrat.

Ein neues Häs

Das Preisgeld will die Zunft in ein neues Kinderhäs investieren: „Wir haben einen Fundus von 30 bis 40 Hansele-Kinderhäsern“, erklärt der Geisinger Narr. Jetzt soll noch eines dazukommen. Das Häs allein koste rund 600 Euro und sei fast aufwendiger als ein großes: „Gerade beim Malen müssen alle Motive ja komprimiert werden.“

Harter Schlag

Dass die Fasnet nicht stattfinden konnte, habe die Zunft hart getroffen: „Ich bin mit Leib und Seele Fasnachter. Das war ein harter Schlag“, sagt Heppler. Jetzt setze man auf 2022. Dann komme nicht nur eine weitere Fasnet, sondern auch die Feier zum 150-Jährigen des Geisinger Hansele. Und das wolle man selbstverständlich ordentlich zelebrieren. „Wir müssen einfach schauen, was dann zu dem Zeitpunkt machbar sein wird.“ Die Hoffnung auf eine Feier unter normalen Bedingungen ist auf jeden Fall vorhanden.