Das Storchennest in Geisingen hat in den letzten Jahren deutlich an Höhe gewonnen. Der Grund ist der laufende Aufbau von Nistmaterial wie beispielsweise Ästen durch die beiden Altvögel. Sie sind auch derzeit – wie im übrigen auch die beiden Gutmadinger Adebare – nicht in südliche Gefilde abgezogen, sind also keine Zugvögel im wahrsten Sinne des Wortes. Sie trotzen derzeit noch dem Winter und der Kälte, die macht ihnen nicht unbedingt etwas aus. Anders sieht es mit der Nahrungssuche aus, die Wiesen sind zugeschneit, es gibt dort nichts zu holen.

Das Geisinger Storchennest soll nun in den nächsten Wochen erneuert werden. Im Zuge des Abbaus der Weihnachtsbeleuchtung hat die Stadt einen Hubsteiger angemietet, der fährt dann auch in Richtung Storchennest, um dort Maß zu nehmen. Wie der frühere Bauhofleiter Karl Cech betont, ist der Unterbau des Nestes aus Holz – und das ist größtenteils verfault.

Der weitere Aufbau des Nestes wird zusammen mit dem Storchenbeauftragten der Vogelwarte, Manfred Bartler, vorgenommen

Dann kommt hinzu, dass der Aufbau des Nestes durch das viele Nistmaterial auch deutlich schwerer wurde. Es besteht also durchaus die Gefahr, dass das Nest bei Sturm herunterfallen und Schäden verursachen könnte. Deshalb will man nun auf dem Zinnengiebel auf dem Haus in der Nikolausstraße eine Unterkonstruktion aus Stahl herstellen – und um diese entsprechend platzieren und montieren zu können, ist es erforderlich, die entsprechenden Maße zu haben.

Der weitere Aufbau des Nestes auch mit Holz wird dann zusammen mit dem Storchenbeauftragten der Vogelwarte, Manfred Bartler aus Hochemmingen, vorgenommen. Und irgendwann wird das erneuerte Nest dann auf den Giebel gebracht und montiert. Man hofft dass die beiden Störche die neue Heimat annehmen, um dort wieder zu brüten und Nachwuchs aufzuziehen. In den Storchenestern findet man alles Mögliche. Nicht nur Moos und trockenes Gras als Nistmaterial, sondern auch Plastik und andere Abfälle werden mitgebracht. Das kann auch dazu führen, dass das Nest so dicht wird, dass das Wasser bei Regen darin stehen bleibt und die Jungtiere darin umkommen.