Der Neubau in Geisingen soll, wie Geschäftsführer Boris Schmid bei der Vorstellung des Haushaltsplanes 2022 sowie des mittelfristigen Finanzplans erläuterte, zwischen 22 und 23 Millionen Euro kosten. Vor zwei Jahren ging man noch von einer Investitionssumme von 13 Millionen aus, inzwischen sind die Verhandlungen und Planungen jedoch für einen größeren Neubau mit mehr Betten, als noch vor zwei Jahren geplant, in das Konzept einbezogen worden.

Schwesternwohnheim wird abgebrochen

Ersetzt wird durch den Neubau das derzeitige Haus Wartenberg. Planungen über Kubatur und Pflegeplätze sind bisher nur nichtöffentlich beraten worden, sie sollen irgendwann dem Geisinger Gemeinderat vorgestellt werden. Das Schwesternwohnheim, das an den Waldburgisweg angrenzt, soll diesem Neubau jedoch Platz machen und abgebrochen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Corona hat den Alltag im Pflegeheim Geisingen seit eineinhalb Jahren geprägt. Im vergangenen Jahr war das Geisinger Heim mit seinen 330 Plätzen im Herbst sehr stark betroffen. Das führte dann auch dazu, dass die Belegung zurückgegangen ist, und im Vergleich zu den Vorjahren wie etwa 2018 von 96,77 Prozent auf 92,87 Prozent abgenommen hat. Ende letzten Jahres waren 87 Bewohner infiziert.

Das könnte Sie auch interessieren

In diesem Jahr, so Direktor Manfred Wolf bei der Zweckverbandsversammlung, bei der das vergangene Haushaltsjahr bilanziert und verabschiedet wurde, kam das Heim bislang noch glimpflich davon. Zwei Bewohner sind derzeit infiziert, davon ist einer im Krankenhaus. Der andere klagt über leichte Symptome, beide sind übrigens geimpft. Bei der Belegschaft wird nunmehr zusätzlich zum Impfstatus ein Schnelltest durchgeführt. Man will damit mögliche Infektionen sehr früh herausfischen, um größere Ausbrüche zu verhindern.

Das könnte Sie auch interessieren

Dies hat sich bislang sehr gut bewährt. Corona hat neben der geringeren Belegung auch zu erheblichen Mehrkosten beim Hygiene- und Testmaterial im letzten Jahr von rund 200.000 Euro geführt. Allerdings hat der Zweckverband auch nicht unerhebliche Corona-Hilfen des Bundes erhalten, und zwar in Höhe von 525.000 Euro. Nur durch diese Unterstützung konnte ein Jahresüberschuss des Zweckverbandes erwirtschaftet werden, und zwar in der Größenordnung von rund 504.000 Euro.

Günstigere Gaspreise ausgehandelt

Deutlich unter den geplanten Ausgaben 2020 lagen in Geisingen die Kosten für Strom, Gas und Wasser. Geschäftsführer Boris Schmid erklärte diese Minderausgaben damit, dass aufgrund einer Bündelausschreibung für das Gas deutlich niedrigere Preise ausgehandelt werden konnten, außerdem wurde deutlich weniger Wasser bezogen.