Ein Virus hat den Ablauf der Abschlussfeier beim Bildungszentrum für Pflegeberufe des Zweckverbandes Pflegeheim Haus Wartenberg in Geisingen anders als die 30 vorangegangenen Feiern bestimmt. Es war die erste Feier, die das Bildungszentrum organisierte, das aus der früheren Fachschule für Altenpflege entstand und ab diesem Jahr die generalistische Ausbildung für Pflegeberufe anbietet. Es war aber auch die erste Feier, die im kleinsten Rahmen und dazu noch getrennt für die Bereiche Altenpflege und Altenpflegehilfe stattfand. Ohne Vertreter des Zweckverbandes oder der Stadt.

Ihr Examen als Altenpflegerin beziehungsweise Altenpfleger erhielten beim Bildungszentrum für Pflegeberufe beim Zweckverband Pflegeheim Haus Wartenberg 13 Absolventen.
Ihr Examen als Altenpflegerin beziehungsweise Altenpfleger erhielten beim Bildungszentrum für Pflegeberufe beim Zweckverband Pflegeheim Haus Wartenberg 13 Absolventen. | Bild: Pflegeheim

Dafür hatten drei Personen ihre Premiere, die beiden Schulleiter Walter H. Hornung für den organisatorischen Bereich und Elisabeth Girard-Hecht für den fachlichen Bereich sowie Direktor Manfred Wolf. Insgesamt erhielten 32 Absolventen ihre Zeugnisse. Walter H. Hornung betonte eingangs, dass pflegende Berufe eine tragende Säule der Gesellschaft seien. 13 Altenpflegerinnen und Altenpfleger erhielten ihr Examen. Acht davon hatten direkt beim Zweckverband einen Ausbildungsvertrag, die anderen bei anderen Pflegeheimen oder ambulanten Pflegediensten. Von den acht bleiben sieben beim Zweckverband und verstärken den Personalkörper. Beim Zweckverband arbeiten im Geisinger Heim rund 250 Mitarbeiter, die die 340 Heimbewohner versorgen und betreuen. Daneben hat der Zweckverband in Blumberg noch ein Pflegeheim.

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Die Ausbildung als Altenpflegehelferin und Altenpflegehelfer beendeten 19 Kursteilnehmer mit Erfolg. Zehn davon waren direkt beim Zweckverband angestellt, zwei arbeiten als Pflegehelfer weiter, acht setzen ihre Ausbildung als Altenpflegerin bzw. Altenpfleger nach der bisherigen gesetzlichen Grundlage fort. In die neue generalistische Ausbildung wechselt niemand.

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Die Zeugnisse an die Absolventen überreichten die fachliche Schulleiterin Elisabeth Girard-Hecht sowie Direktor Manfred Wolf. Elisabeth Girard-Hecht erinnerte anlässlich des 200. Todestages von Florence Nightingale, die Pionierin des modernen Gesundheitswesens, an die Grundlagen der Pflege. „Sie ist eine Kunst und fordert, wenn sie Kunst werden soll, eine ebenso große Hingabe, eine ebenso große Vorbereitung wie das Werk eines Malers oder Bildhauers.“ Leitgedanke für eine ganzheitliche Pflege sei es, so Girard-Hecht, Gesundheit zu fördern und Krankheit zu verhindern, um dadurch Leiden zu lindern. Sie betonte auch die Notwendigkeit, die Absolventen fachlich und persönlich auf diese anspruchsvolle Aufgabe vorzubereiten. Wichtig seien dabei die Zusammenarbeit mit allen Praxiseinrichtungen, Anleitern, Dozenten und Kooperationspartnern.

Dies hob auch Direktor Manfred Wolf hervor, der die beiden besten Absolventen der beiden Kurse mit einem Geschenk des Zweckverbandes bedachte. Dies sind Lilli Korn vom Kurs Altenpflege und Marvin Kaufmann aus dem Kurs Altenpflegehilfe. Die Absolventen bedankten sich für die große Unterstützung bei allen Dozenten. Manfred Wolf ging auch auf die Umbenennung der bisherigen Fachschule für Altenpflege zum Bildungszentrum für Pflegeberufe ein. Die Umbenennung sei nicht nur eine neue Namensgebung, sondern habe auch einen neuen Inhalt.