Eigentlich sollte das Konzert der Stadtmusik Geisingen am kommenden Samstag in der Stadthalle im Hans Sorg-Saal der Abschluss des Jubiläumsjahres anlässlich des 200. Geburtstages sein. Wenn da nicht Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Zwei Jahre keine Frühjahrskonzerte, zwei Jahre keine Herbstkonzerte. In diesem Jahr mit etwas Verzögerung konnte das Jubiläumskonzert mit der Aufführung der Fantasia Alpina, die Stadtmusikdirektor Rudolf Barth zum Jubiläum komponierte und danach vor der Kulisse des Schlosses auf dem Wartenberg stattfinden.

Proberaum ist zu klein geworden

Die geplanten Feierlichkeiten mit Wertungsspiel wurden wegen Corona und den unsicheren möglichen Auflagen und Einschränkungen auf 2023 verschoben. Dieses Jubiläumswochenende findet dann am 13. und 14. Mai statt, wobei hier auch Wertungsspiele stattfinden. In den letzten beiden Jahren hat die Stadtmusik trotz Corona deutlich an aktiven Musikern zugenommen, sodass der Proberaum zu klein wurde und das Orchester auf der Bühne in der Stadthalle probt.

Tobias Buss spricht von einem „Luxusproblem“

Inzwischen hat die Stadtmusik über 80 Aktive und auch das Jugendblasorchester hat sich fast neu formiert seit dem letzten Konzert 2019. Dies sei sehr erfreulich, wie der geschäftsführende Vorsitzende Tobias Buss auf Nachfrage betonte: „Die Stadtmusik hat, was die Aktiven betrifft, ein Luxusproblem.“ Deshalb finden die Proben seit September auch in der Stadthalle statt.

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Der Zugang beim Stammorchester der Stadtmusik kommt in erster Linie von zahlreichen Nachwuchsmusiker die nach dem Ablegen des Leistungsabzeichens in Silber nun in den Reihen der Aktiven sitzen. Viele spielen sowohl bei der Stadtmusik wie auch beim Jugendblasorchester. Und auch dort gab es zahlreichen Nachwuchs durch neue Mitglieder.

Beim Konzert am Samstag sind beide Orchester mit dabei, das Jugendblasorchester eröffnet das Konzert, ehe dann die Stadtmusik ihr Konzertprogramm präsentiert. Für das Jugendblasorchester ist es das erste große Konzert seit zweieinhalb Jahren. Sie hatten beim Tag des Ehrenamtes vor gut einem Monat kurze Auftritte und fiebern nunmehr dem Samstag entgegen.

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Die Nachwuchsmusiker haben unter anderem die „Homeward Voyage“ von Naoya Wada, was übersetzt „Heimreise“ heißt, eingespielt. Eine symbolhafte Heimreise auf die Bühne der Stadthalle? Außerdem erklingen die Oriental Postcards von Etienne Crausaz, eine Komposition für Jugendorchester, die aus drei Variationen besteht.

Seit drei Monaten wird geprobt

Beide Orchester stehen unter der Leitung von Stadtmusikdirektor Rudolf Barth und proben schon seit drei Monaten intensiv. Symphonische Blasmusik, aber auch eine heitere Literatur etwa mit Oscar Navarros „The Fly“, einem Musikstück, bei dem eine Fliege eine Rolle spielt und der das ganze Orchester, sei es mit Fliegenklatsche oder sonst etwas, nachrennt und sie verscheuchen will. Die Register werden durch das Gesumme teilweise irritiert, und der Dirigent bereitet dem Gesumme des Insektes ein Ende.