Seit acht Jahren befasst sich der Gemeinderat von Geisingen wie auch der Ortschaftsrat von Kirchen-Hausen mit dem Thema Einmündung der L 185, die auch den Verkehr der L 191 aufnimmt, in die B 31. Seit acht Jahren fordert der Gemeinderat hier den Bau eines Kreisverkehrs. Nun könnte er endlich Erfolg haben: Der Bau eines Kreisels rückt in greifbare Nähe.

Die baurechtlichen Voraussetzungen sind nach Jahren nun erfüllt – und in ein paar Wochen sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden. Dies erklärte auf Anfrage nun Peter Spiegelhalter, zuständiger Referatsleiter des Regierungspräsidiums Freiburg. Im Frühjahr 2021 könne Baubeginn sein.

Ein Kreisel gegen die Staus

An dem Verkehrsknotenpunkt staut sich oft der Verkehr, die Stelle gilt als unfallträchtig. Der Kreisverkehr soll den Verkehrsfluss besser machen. Vor vier Jahren verfasste das Gremium eine Resolution an den Landesverkehrsminister sowie das Bundesverkehrsministerium, nachdem von diesen Stellen die Aussage gekommen war, keinen Kreisverkehr, sondern eine Ampelanlage zu bauen.

Denn, so die Kritik der Lokalpolitiker, die Einmündung werde auch mit einer Ampelanlage zum Nadelöhr, wenn es auf der Autobahn einen Unfall gibt oder wenn dort eine Baumaßnahme Staus verursacht. Beides kommt des Öfteren vor. Dann, Mitte 2016, kam dann vom Bundesverkehrsministerium die Zusage, dass dort ein Kreisverkehr gebaut werden kann.

Baurechtliche Voraussetzungen sind nun erfüllt

Danach wurden dann die Planungen, die von der Außenstelle Donaueschingen des Regierungspräsidiums bereits erstellt worden waren, wieder verfeinert. In gemeinsamen Besprechungen der beteiligten Behörden sowie der Stadt wurden dann zwei Bypässe gefordert. Einer in der Fahrrichtung von der Autobahn her in Richtung Donaueschingen und der andere von Kirchen-Hausen her in Richtung Autobahn.

Dies bedingte dann eine Verschiebung des Kreisverkehrs in Richtung Süden auf eine bisher freie Fläche. Da diese auf dem Plan als Fauna-Flora-Habitat ausgewiesen wurde, ließ das Baurecht länger auf sich warten. Doch nun ist es da, wie der Leiter der Donaueschinger Dienststelle, Peter Spiegelhalter, auf Anfrage mitteilt.

Die Ausschreibung, so Spiegelhalter, werde derzeit vorbereitet und in den nächsten Wochen veröffentlicht. Mit dem Bau soll dann im zeitigen Frühjahr begonnen werden. Die Verkehrsteilnehmer werden während des Baus gewisse Einschränkungen hinnehmen müssen, es kann sein dass sie in bestimmten Fahrtrichtungen die Baustelle nicht werden durchfahren können.

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Wegen möglicher Umleitungen fanden schon mehrere Besprechungen statt, es folgen aber auch noch weitere, wie Spiegelhalter betont. „Wir müssen auch für den Fall X, dass auf der Autobahn eine Vollsperrung ist, einen Plan B für die Umleitung haben. Eine mögliche Umleitung wäre dann die Kreisstraße vom Hegaublick über Mauenheim nach Immendingen.“

Aber dort will Daimler ebenfalls im nächsten Jahr zwei Kreisverkehre bauen. Hier seien noch weitere Abstimmungsgespräche mit Daimler erforderlich. Wichtig sei aber, so der Behördenchef, dass der Unfallschwerpunkt bei Geisingen nun endgültig angegangen wird.

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