Die Geisinger Donaubrücke ist (fast) weg. Zwei Drittel des von Fachleuten als baufällig und damit seit März letzten Jahres für den Verkehr gesperrten Bauwerkes liegen zerkleinert am Boden. In nur drei Tagen schafften zwei Bagger die enorme Leistung.

Nach drei Arbeitstagen sind zwei Drittel der Brücke weg und nur noch Betonklumpen und Eisen sind übrig. Das letzte Drittel über die Donau fällt in dieser Woche.
Nach drei Arbeitstagen sind zwei Drittel der Brücke weg und nur noch Betonklumpen und Eisen sind übrig. Das letzte Drittel über die Donau fällt in dieser Woche. | Bild: Paul Haug

Für das restliche Drittel, das die Donau direkt überspannt, musste noch eine „Ersatzbrücke“ gebaut werden. Dort wurde die Donau auf rund vier Meter eingeengt, mit BigBags abgesichert und nunmehr mit Baumstämmen, Holzdielen und dann noch Stahlplatten überdeckt. Darauf fällt nun der von Hydraulikmeissel und Hydraulikknabber zerkleinerte Beton.

Eine neue „Brücke“ wurde über die Donau gebaut, an der eingeengten Stelle mit Baumstämmen, Dielen und dann noch Stahlplatten. Hierauf fallen dann die Betonteile und werden recycelt. Der Betont wird an Ort und Stelle geschreddert, die „Brücke“ in der nächsten Woche wieder abgebaut.
Eine neue „Brücke“ wurde über die Donau gebaut, an der eingeengten Stelle mit Baumstämmen, Dielen und dann noch Stahlplatten. Hierauf fallen dann die Betonteile und werden recycelt. Der Betont wird an Ort und Stelle geschreddert, die „Brücke“ in der nächsten Woche wieder abgebaut. | Bild: Paul Haug

Offizieller Baustart war am 20. Mai, als Landrat Stefan Bär, Bürgermeister Martin Numberger sowie Vertreter der Baufirmen und Planungsbüro und Geisinger Kreisräte mehr oder weniger den Startschuss gaben. Wenige Tage vorher waren die Baustelle eingerichtet und die Zufahrt vom unteren Riedweg zur Baustelle hergestellt worden.

Engstelle für Fische

Die neue vorübergehende Engstelle in der Donau wurde dann am 26. Mai elektrisch abgefischt, um die ganzjährig geschützten Fischarten zu bergen. Dann wurden die Donau eingeengt und der Arbeitsraum unter der Brücke hergestellt. Das nördliche Widerlager wurde ausgehoben, am Dienstag nach Pfingsten begann der Abbruch der Betonteile der Brücke.

Das könnte Sie auch interessieren

Zuerst wurde mit dem Meissel die Fahrbahn von Geisingen her zertrümmert, dann ging es an die Bogenscheiben und mit lauten Getöse fiel die Fahrbahn nach unten. Dort wurden wieder mit dem Meissel der Beton zertrümmert, mit einem Greifer oder Knabber weiter zerkleinert und der Stahl herausgezogen. Wenn dann das letzte Drittel der Brücke auf dem Boden liegt, wird der Beton mit einem mobilen Brecher zerkleinert und als Recyclingmaterial abgefahren und wiederverwendet.

Berge von Stahl sind übrig und werden wiederverwendet. Bewehrungsstähle verschiedener Stärken und deutlich zu sehen die Stauchköpfe mit dem Drahtspannsystem das nach vielen Untersuchungen und Gutachen als Grund für den Abbruch ausgemacht wurde.
Berge von Stahl sind übrig und werden wiederverwendet. Bewehrungsstähle verschiedener Stärken und deutlich zu sehen die Stauchköpfe mit dem Drahtspannsystem das nach vielen Untersuchungen und Gutachen als Grund für den Abbruch ausgemacht wurde. | Bild: Paul Haug

Jetzt wieder verfügbar: die Digitale Zeitung mit dem neuen iPad und 0 €* Zuzahlung

*SÜDKURIER Digital inkl. Digitaler Zeitung und unbegrenztem Zugang zu allen Inhalten und Services auf SÜDKURIER Online für 34,99 €/Monat und ein iPad 10,2“ (32 GB, WiFi) für 0 €. Mindestlaufzeit 24 Monate. Das Angebot ist gültig bis zum 12.07.2020 und gilt nur, solange der Vorrat reicht. Ein Angebot der SÜDKURIER GmbH, Medienhaus, Max-Stromeyer-Straße 178, 78467 Konstanz.