Was gibt‘s Neues? Das war das Motto des Jahreskonzertes des Musikvereins Kirchen-Hausen zusammen mit der Bläserjugend. Zwei Jahre ohne Konzert: Da stellt sich schon die Frage, was es Neues gibt. Zu Beginn des Konzertes wurden kurze Videosequenzen eingebildet, in denen bekannte Personen gefragt wurden, was es denn Neues gebe – verbunden mit der weiteren Frage, wie es gehe. Allen ging es gut, auch dem Publikum, denn auch das wurde vom Vorstandsteam Jeanette Marquardt und Marcel Elsässer gefragt.

Aber auch die Antwort auf die Frage an die jungen Akteure der Bläserjugend, wer denn in den letzten drei Jahren neu hinzugekommen ist oder ein Abzeichen abgelegt hat, war beeindruckend. Da haben sich fast die Hälfte von ihren Plätzen erhoben. Auch das Nachwuchsorchester hat inzwischen eine neue Leiterin mit Anna Lena Honold. Also schon mal viel Neues.

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Die Bläserjugend eröffnete mit der stimmungsvollen Komposition „The Castle ob Bray“ von Kees Vlak das Konzert. Danach entführte der Nachwuchs die Zuhörer in polare Gefilde mit dem Polar Express, arrangiert von Paul Lavender. Instrumental wurde die Reise eindrucksvoll umgesetzt. Nach der Verleihung von Leistungsabzeichen spielte der Nachwuchs noch das Verschlaf-Abenteuer „Harry Has to Hurry“ und durften die Bühne erst nach einer Zugabe verlassen.

Erinnerungen an „Musik ist Trumpf“

Der Musikverein mit dem neuen Dirigenten legte gleich mit der schwungvollen Komposition „Musik ist Trumpf“ von Manfred Schneider los, die Titelmelodie er gleichnamigen Samstagabendshow von 1975 bis 1981. Passend zur heutigen Zeit war die „Free World Fantasy“ von Jacob de Haan, die er vor 35 Jahren komponierte und den Traum von einer Welt ohne Krieg symbolisiert.

Vertontes Inferno

Ein weiterer musikalischer Höhepunkt folgte mit dem Stück „Hindenburg“ in fünf Bildern: In Erinnerung an das Inferno des Luftschiffes Hindenburg im Mai 1937 hat Komponist Michael Geisler dieses dramatische Geschehen von Lakehurst in Töne gefasst: breit ausladende Klänge für das Schöne der Fahrt, schrille Dissonanzen für das Erschrecken und das Lied der Stille als Gedenken für 36 Todesopfer. Man kam sich vor wie im Kino, wenn auch kein Film sondern „nur“ Bilder des Luftschiffes und der Katastrophe an die Leinwand geworfen wurden.

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Die Besucher freuten danach über die Hits aus der Filmkomödie „Im Weißen Rössl“. Ohrwürmer wie „die ganze Welt ist himmelblau“, oder „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“, waren zu hören. Dirigent Vögtle hatte auch das nächste Stück „Unchained Melody“ arrangiert, auch dieser Vortrag wurde durch Bilder des Films untermalt. Mit dem Marsch von Dieter Herborg und zwei weiteren Zugaben verabschiedete sich die Kapelle.

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„Wir haben den richtigen Dirigenten gefunden, bilanzierten Jeanette Marquardt und Marcel Elsässer unter Beifall des begeisterten Publikums. Bürgermeister Martin Numberger, auch Vizepräsident des Blasmusikverbandes ,konnte zusammen dem Vorstandsduo Jenaette Marquardt und Marcel Elsäßer langjährige Aktive ehren.