Wenn in den Kirchen der Region Geisingen Gottesdienste gefeiert werden, seien es solche, bei denen ein Pfarrer Zelebrant ist, oder sogenannte Wortgottesdienste durch Mitglieder der Laiengruppen, sind die Kirchen geschmückt. Dafür sorgen die Mesnerinnen und Mesner in den fünf katholischen Pfarrgemeinden der Seelsorgeeinheit Kirchtal-Donau.

Eine dieser guten Seelen der Gotteshäuser ist Birgit Baur aus Geisingen, die neben der Stadtkirche St. Nikolaus auch für die Heilig-Kreuz-Kapelle zuständig ist, sofern dort Gottesdienste stattfinden. Die Kirchen werden geschmückt, gleichgültig, ob diese bis zum letzten Platz gefüllt sind, was zum letzten Mal wohl an Weihnachten 2019 und der Narrenmesse 2020 der Fall war. Die Besucherzahl ist aber für die Mesnerin zweitrangig, was die Dekoration betrifft.

Besonders gefordert sind sie und die anderen Mesner an Ostern. Der Palmsonntag als Auftakt der Osterfeierlichkeiten noch mit üppiger Dekoration, dann der Gründonnerstag und Karfreitag, wo alles trist ist und keine Dekoration die Kirche ziert. Am Karsamstag öffnet Birgit Baur das sogenannte ewige Grab am rechten Seitenaltar, am Abend für die Feier der Osternacht ist wieder entsprechende Dekoration gefragt. Die Kerzen für die Gottesdienstbesucher werden vorbereitet, sie dürfen nicht am Osterfeuer angezündet werden. Deshalb ist es ratsam, so Birgit Baur, ein Feuerzeug oder Streichhölzer mitzubringen.

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Täglich ist sie in der Kirche, schließt auf und wieder zu, füllt den Schriftenstand auf, bringt den Aushang auf den aktuellen Stand und beseitigt Unrat um die Kirche herum. In der Asservatenkammer neben dem Altar ist eine Vielzahl von Dekorationsmaterial aber auch von zelebralen Gegenständen, im Kirchturm lagert noch mehr. „Ich habe freie Hand bei der Dekoration“, so Birgit Baur. Zu ihrer Aufgabe gehört auch die Betreuung der Ministranten und deren Einkleidung, ebenso das Herrichten der Messgewänder für den Pfarrer. Und das seit nunmehr 21 Jahren – langweilig wurde es ihr nie.