Der Steg über den Donaualtarm ist eine vielgenutzte Möglichkeit, auf kürzestem Weg aus der Geisinger Innenstadt in das Freizeitgebiet Danuterra zu gelangen. Das schmale Brückchen ist zwar beidseitig mit einem Geländer gesichert, um unfreiwillige Stürze ins darunter liegende kalte Nass zu verhindern, die Sicherheitsvorkehrungen sollen aber weiter ausgebaut werden. Dabei sollen die Geländer auf eine Weise ergänzt oder erneuert werden, dass sich die Abstände zwischen den Streben verringern und insbesondere für Kleinkinder keine Absturzgefahr mehr besteht.

Bürgermeister will handeln

Ob das denn nötig sei, bislang sei doch nichts passiert, meldete Thomas Braun als Besucher der jüngsten Gemeinderatssitzung Zweifel an dem Vorhaben an. Zudem wollte Braun wissen, ob der Donausteg unter Denkmalschutz stehe. „Ja, glücklicherweise ist bislang nichts passiert. Wir wollen aber nicht warten, bis etwas passiert, sondern diese Gefahrenstelle entschärfen, damit nichts passiert“, entgegnete Bürgermeister Martin Numberger auf Brauns Einlassungen. Die Stadtverwaltung werde der Frage nach dem Denkmalschutz nachgehen.

Steg steht nicht unter Denkmalschutz

Eine erste Prüfung habe ergeben, dass der Donausteg nicht unter Denkmalschutz stehe, sagte der Bürgermeister im Gespräch mit dem SÜDKURIER im Nachlauf zur Gemeinderatssitzung. Was die sicherheitstechnische Ertüchtigung anbelange, werde man bezüglich der Gestaltung nach einer Lösung suchen, die den optischen Charakter des Donaustegs erhalte. „Gegebenenfalls ziehen wir dazu auch das Denkmalamt zu Rate“, meinte Numberger.

Eltern mit kleinen Kindern üben Kritik

Das Vorhaben, die Passage über den Donausteg sicherer zu gestalten, hätte im Übrigen, betonte der Bürgermeister, „nicht aus Jux und Tollerei“ Eingang in den diesjährigen städtischen Haushalt gefunden. Nicht nur aus dem Gemeinderat, sondern auch von Seiten der Einwohner, darunter insbesondere Eltern mit kleinen Kindern, seien verstärkt kritische Stimmen laut geworden, die auf das Unfallrisiko hinwiesen und verbesserte Schutzvorkehrungen forderten.