Es geht sichtbar voran beim Neubau der Donaubrücke. Nachdem Anfang März das Traggerüst aufgebaut worden war, begannen schon wenige Tage danach die Arbeiter mit der Montage der Schalung. „Die Baustelle sieht aber schön aus“, hört man immer wieder Beobachter sagen, nun sieht man auch schon etwas von der Brücke. Das ist aber alles nur die Schalung für die künftige Spannbetonbrücke. Zurzeit werden immense Mengen an Holz verbaut, der Brückenkörper wird eingeschalt. Viele Teile für die Schalung wurden in einer Zimmerei passgenau vorgefertigt und auf die Baustelle angeliefert, immense Mengen an Holz liegen noch auf der Baustelle und werden Brett für Brett verarbeitet.

Polier Martin Benedikt von der Firma Glass ist sehr zufrieden mit dem Ablauf. Kommt ihm, und vor allem den Arbeitern, doch gerade das meist trockene und zunehmend warme Wetter zugute. Eines ist jedoch bei vielen Firmen wichtig, die im Auftrag seines Arbeitgebers tätig sind: dass die Maße alle passen. „Ich hatte schon Baustellen, da passte dann nichts, was zu erheblichen Problemen und Zeitverzögerungen führt“, so Benedikt. Hier passe bis jetzt wirklich alles. Kein Regen und tagsüber sogar fast sommerliche Temperaturen, da lasse es sich gut arbeiten und man sehe auch etwas auf der Baustelle, so der Polier der „seine“ Brücke täglich beaufsichtigt.

Man kann es kaum glauben, wenn er davon spricht, dass man in zwei Monaten kein Holz mehr sehen soll, sondern den Beton. Also: Die Brücke wäre dann betoniert. Aber dann ist sie noch lange nicht fertig. Eineinhalb Wochen schätzt Benedikt, werden noch für die Schalung benötigt. Mitte April kämen dann die Eisenbinder, diese Fachkräfte flechten den Baustahl entsprechend den Plänen der Statiker zusammen.

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Das Ganze wird aber auch noch von weiteren Fachbüros überwacht und kontrolliert. Sei es durch das Landratsamt als Auftraggeber und künftigem Eigentümer der Brücke, das Ingenieurbüro Breinlinger aus Tuttlingen als Planer, Vermessungsbüros und letztlich auch die Prüfstatiker. Denn die Brücke soll ja für die nächsten Jahrzehnte den Verkehr über die Donau von der Bundesstraße nach Geisingen und umgekehrt aufnehmen.

Neben Unmengen von Beton und Stahl wird auch viel Holz für den Brückenbau benötigt. Die komplette Schalung besteht aus Holz, das nach dem Betonieren entfernt wird. Derzeit laufen die Schalungsarbeiten der knapp 90 Meter langen Brücke.
Neben Unmengen von Beton und Stahl wird auch viel Holz für den Brückenbau benötigt. Die komplette Schalung besteht aus Holz, das nach dem Betonieren entfernt wird. Derzeit laufen die Schalungsarbeiten der knapp 90 Meter langen Brücke. | Bild: Paul Haug

Wenn alles gut läuft, kann Mitte Mai betoniert werden, anschließend wird ausgeschalt, dann folgen weitere Arbeiten am Gehweg, Beschichtungen, Verfüllen der Widerlager, Straßenbau, Leitplanken, Geländer, Markierung. Aber fertig soll die Donaubrücke noch in diesem Jahr werden.