Die künftige Gestaltung des Kirchen-Hausener Friedhofs bildete den Kernpunkt der jüngsten Ortschaftsratssitzung. Dabei ging es unter Berücksichtigung moderner Bestattungskulturen um eine sinnvolle Einteilung der Grabfelder, um die Standortfrage für die neu eingeführte Bestattungsform mit Baumurnengräbern sowie um die Gestaltung des Friedhofes an sich mit Sträuchern und Bäumen.

Ortsvorsteher Christoph Moriz hatte zu dem Tagesordnungspunkt der Sitzung eine detaillierte Bedarfsermittlung ausgearbeitet, die sich in der Folge als sachdienliche Beratungsgrundlage erwies. Die Auflistung zeigt, dass entsprechend dem allgemeinen Trend auch im Ortsteil Kirchen-Hausen die Zahl der Urnenbestattungen angestiegen ist. Lagen im Zeitabschnitt von 2010 bis 2014 die Erdbestattungen im Durchschnitt noch bei 64 Prozent und die Urnenbestattungen bei 36 Prozent, so haben sich die Urnenbestattungen im Zeitraum von 2015 bis 2019 auf einen Anteil von 60 Prozent erhöht.

Interessant ist, dass in der Gemeinde die sogenannte Sterberate unter dem Bundes- und Landesdurchschnitt liegt. Während die örtliche Zahl der Todesfälle je Tausend Einwohner im Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2019 den Faktor 6,2 aufweist lag dieser Wert 2018 im Bund bei 11,5 und 2019 im Land bei 10,1. Ausgehend von den örtlichen statistischen Werten würde sich, wenn man die landesweite Sterberate unterstellt, künftig ein Bedarf von jährlich 15 Grabstätten ergeben. Nach dem aktuellen Trend würden sich diese in sechs Erdbestattungen und neun Urnenbestattungen aufteilen.

Neben Vorschlägen dazu, wie die Grabfelder eingeteilt werden sollten, hatte die ausgiebige Beratung im Gremium zum Ergebnis, den Friedhof künftig offener zu gestalten. Vorbehaltlich einer abschließenden Entscheidung im Rahmen einer Ortsbegehung ist nun angedacht den Einstieg in die neue Bestattungsform der Baumurnengräber im Bereich des jetzigen Urnengrabfeldes vorzusehen.

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