Während der Frosch jeden Tümpel annimmt, laufen die Kröten zu dem Gewässer, in dem sie vor einigen Jahren aus dem Laich geschlüpft sind. Meist ist in der Nähe der Gewässer eine Gefahrenstelle besonderer Art, nämlich die Straße. In der Region Geisingen ist demnächst eigentlich eine Straße voll gesperrt, die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Geisingen und dem Unterhölzer Wald über Drei Lärchen.

Zum Unterhölzer Weiher zieht es jedes Jahr tausende von Amphibien zum Laichen. Vor über drei Jahrzehnten wurden die Amphibien nachts eingesammelt und über die Straße getragen, es wurde auch in der Nähe des Ritterstiegs ein Ersatztümpel durch den Naturschutz angelegt, der inzwischen aber größtenteils verlandet ist.

Ehepaar als rührige Helfer

Mit einem Krötenschutzzaun ist ein Teilstück der Landesstraße L 191 zwischen Kirchen-Hausen und dem Immensitz im Bereich des Rückhaltebeckens Kiltel versehen. Das Ehepaar Kühnle aus Aulfingen und einige Helfer bauen den Zaun dort auf und sammeln die Tiere nachts auch ein und tragen sie über die Straße in den neu angelegten Ersatztümpel. Dieser wurde erforderlich, weil das Wasser im Rückhaltebecken abgelassen werden musste. Es bestand die Gefahr, dass es den Damm durchnässt und dieser dann bei Extremniederschlägen den Wassermassen nicht mehr widerstehen kann.

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Das Rückhaltebecken wurde im Zuge des Autobahnbaus errichtet. Zum Laichen zieht es die Kröten und andere Amphibien auch zur Donau zwischen der Abzweigung der B 31 nach Gutmadingen bis Gutmadingen auf der Kreisstraße 5943 dort ist ebenso ein entsprechendes Hinweisschild wie auf der L 185 zwischen Leipferdingen und dem Längehaus. Im Ried ist nicht nur die Aitrach, bei Leipferdingen sind noch die ehemaligen Forellenteiche und weiter in Richtung Blumberg viele Feuchtwiesen und Tümpel.