Bilder von Geisingen, von gestern, von heute und wie kann es morgen aussehen? Unter diesem Motto findet in der Schmiede in Geisingen eine Fotoausstellung während des Straßenfestes statt. Markus Uhrig und Cedric Casper haben die Bilder zur Verfügung gestellt. Am Freitagmorgen noch wurden die Bilder sortiert und zusammengestellt. Es sind historische Aufnahmen von vielen Geisingern, der aktuellen Anblick von heute, wurde vorwiegend von Cedric Casper fotografiert. Und diese aktuellen Bilder sind wie die alten Fotos in Schwarz-Weiß gehalten. Wie könnte es denn aussehen? Visionen hat Markus Uhrig schon viele entwickelt, deshalb ist bei dem Begriff „morgen“ auch ein Fragezeichen gesetzt.

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In verschiedene Themen gliedert sich die Ausstellung in der Schmiede. Etwa in die beiden Engpässe an der alten Hauptstraße mit den Stadttoren im Westen beim Haus Kaiser, oder im Osten im Bereich der ehemaligen Sparkasse. Ob das Gebäude, das derzeit aufwendig energetisch saniert wird, dann auch wie der alte Ochsen umgebaut wird? Da ist das Fragezeichen schon angebracht. Ein weiteres Lieblingsthema von Architekt Markus Uhrig sind die Brunnen an der Hauptstraße, die früher als Wasserquelle für Mensch und Vieh notwendig waren, aber dem Verkehr nach und nach weichen mussten. Wie sahen die Straßen aus, wie die Brunnen und wo stehen sie heute, wo könnten sie künftig stehen? Auch das thematisiert die Ausstellung. Ein weiteres Lieblingsthema ist die Gerbe, für die von der Stadt Planungen in Auftrag gegeben wurden. Der weitere Verbleib als Kindergarten wird derzeit untersucht, auch Alternativen. Egal wie das historische Gebäude genutzt wird, brandschutzmäßig muss es ertüchtigt werden mit Fluchtwegen. Die Stadtmauer ist noch in wenigen Teilstücken vorhanden, auch sie ist Gegenstand der Ausstellung.

Der ehemalige Engpass im Westen Geisingens vor vielen Jahren bei der Prozession des Kreuzfestes. Um dem gestiegenen Verkehr Rechnung zu tragen, wurde er beseitigt. Eine Vision von Markus Uhrig beinhaltet hier wieder ein Tor.
Der ehemalige Engpass im Westen Geisingens vor vielen Jahren bei der Prozession des Kreuzfestes. Um dem gestiegenen Verkehr Rechnung zu tragen, wurde er beseitigt. Eine Vision von Markus Uhrig beinhaltet hier wieder ein Tor. | Bild: Paul Haug

Wie kam es zur Idee? Holger Stoffler, der den Kulturtreff Schmiede betreibt, kann diese Frage schnell beantworten. Im Zuge der Aktion „Der Kranz“, (in den Räumen der Schmiede war früher das Gasthaus Kranz), wurde er oft angesprochen, doch auch Aktionen mit historischem Hintergrund zu organisieren. Ihm wurden so viele Geschichten rund um den Kranz erzählt, dass er die Idee aufnahm, aber auch Kontakt zu Markus Uhrig. Dieser wiederum zu Cedric Caspar und so kam die Ausstellung zusammen. Cedric Caspar hat den derzeitigen Zustand Geisingens fotografiert, die Ausstellung fügt sich nahtlos über die Historie zur Gegenwart zusammen. Ob das Morgen Realität wird oder Vision bleibt, entscheiden viele andere Institutionen und Behörden sowie die politischen Mandatsträger. Da bleibt aber auch bei den Visionen die Frage, wo denn der Verkehr bei der stark befahrenen Hauptstraße dann hin soll.

Das wohl historisch schönste Gebäude, die Gerbe, hat einen breiten Raum im Thema „gestern – heute – morgen?“ bei der Ausstellung.
Das wohl historisch schönste Gebäude, die Gerbe, hat einen breiten Raum im Thema „gestern – heute – morgen?“ bei der Ausstellung. | Bild: Paul Haug