Gelungene Premiere im Advent mit thematischem Bezug zu den Sternen und ihrer tiefen Symbolik: Sterne sind das Thema des neuen Theaterstückes "Sternenzeit" der Gruppe „Theater 50 plus, die Unverwüstlich Couragierten“, das die Leiterin und Initiatorin Marianne Engbers extra für die diesjährige Adventszeit geschrieben und mit den Akteuren einstudiert hat. Die rührige Gruppe hatte bereits einen Auftritt in Trossingen und beim Seniorennachmittag in Geisingen, wird aber das Stück oder Ausschnitte daraus in Geisingen noch einige Male aufführen.

  • Die Idee: Wie Marianne Engbers bei der Aufführung informierte, habe sich die Gruppe und auch sie dem lieb gewordenen Symbol des Sterns gewidmet. "Der Stern ist überall in der Advents- und Weihnachtszeit zu finden", unterstrich die Theaterpädagogin. Lustig, aber auch nachdenklich soll das neue Stück sein und so präsentiert es sich auch.
  • Das Stück: Zwei Außerirdische, von Dieter Schnekenburger und Werner Engbers gespielt, landen auf der Erde und sollen dem Mutterraumschiff nun mitteilen, welche Sterne es denn gibt. Bei guten Sternen werden einer oder mehrere leuchtende Sterne in ein Glas gefüllt. Es gibt aber auch keine oder keine leuchtenden Sterne im Glas, je nachdem, was die beiden Außerirdischen erleben. Eine Sternfahrerin (Heidi Amann) ist mächtig stolz auf ihren fahrbaren Untersatz mit dem Stern, egoistisch eben und kein Sternenmoment. Auch die drei Sterne an einer Gaststätte erfordern Höchstleistung an Arbeit und man muss sich das laufend erdienen, aber für kleine Geldbeutel ist das nichts. Es gibt auch ein Filmsternchen, ein Traum wird wahr, ein neuer Star am Sternenhimmel, ja ebenso inhaltslos eben wie die Lichterkettenkonkurrenz. Immer mehr und immer heller, nur Angabe und ohne Inhalt.
  • Kinder mit dabei: Das Glas füllt sich dann letztlich bei weiteren Aktionen. Dazu gehörte das Sternenlied der Kinder Lia Benz, Johanna Reinhardt, Mathilda Schnur und Kassandra Behrens, die mit ihrem Puppen spielen, oder die Sternengucker mit Christel Weiß und den Kindern Julia Krickl und Mathilda Schnur. Hier wird den Kindern über die Sterne viel Wissen vermittelt, diese Punkte ergaben doch einige leuchtende Sterne. Ebenso die Erinnerungssterne mit der Kaffeerunde, man erinnert sich an die Kindheit und serviert auch Sterne, solche aus Zimt. Die leuchten zwar nicht, aber die Aktion scheint den Außerirdischen doch sehr wertvoll.
  • Vertreibung und Flucht: Schon eher emotional wird es dann mit dem Heimatstern. Hier sitzt Najma Karimi auf der Bühne und schaut in den Sternenhimmel. Sie stammt aus Afghanistan, ist vor den Taliban geflohen und hat in Geisingen mit Kindern und Ehemann eine neue Aufnahme gefunden. Mit den Sternen ist sie mit ihrer Mutter in ihrer Heimat verbunden. Sie schildert ihre Situation der Flucht auf dem Land und Wasser in einwandfreiem Deutsch, sicher ist sie aber hier nicht, dass sie Asyl erhält. Sie hofft auf eine Anhörung beim Regierungspräsidium. Doch zurück zum Stück, die Expedition der beiden Außerirdischen neigt sich dem Ende zu, sie müssen zum Mutterschiff zurück. Die Energie der Menschen bringt die Sterne zum Leuchten, die Kraft aus dem Herzen war dann die Botschaft. Zum Schluss verteilen die Akteure selbst gebastelte Sterne aus Papier, die Besucher falten diese auseinander und ein Sternenmeer erscheint und führt wieder zum Thema „Sternenzeit“.
  • Weitere Aufführungen: Die nächsten Aufführungen sind am Samstag, 8. Dezember, um 10, 11 und 12 Uhr hinter dem Rathaus im Rahmen der Adventsaktion von Annette Bochtler, beim Friedensgebet in der Schmiede am Sonntag, 9. Dezember, um 17 Uhr und bei der Weihnachtsfeier des Seniorencafés im evangelischen Gemeindehaus am Dienstag, 11. Dezember um 14.30 Uhr.