Die Planung zum umfassenden Umbau des Feuerwehrgerätehauses stand im Mittelpunkt der jüngsten Ortschaftsratssitzung. In dem sich neben dem Rathaus befindlichen Gebäude, das nach dem Brand des Vorgängergebäudes 1969 errichtet wurde, befinden sich neben den Räumlichkeiten für die Feuerwehr auch eine Unterstellmöglichkeit für Geräte zur Durchführung örtlicher Unterhaltungsmaßnahmen und Gegenstände von Vereinen. Darin untergebracht war auch das örtliche Schlachthaus, das jedoch längst aufgegeben wurde. Das Gebäude entspricht keineswegs mehr den heutigen Erfordernissen der Feuerwehr.

Abteilungskommandant Tobias Heizmann erläuterte in der Ortschaftsratssitzung im Detail die Planung und die vorgesehenen, auch mit den entsprechenden Stellen abgestimmte, grundlegende Umbaumaßnahmen.

  • Erdgeschoss: Das Erdgeschoss des Gebäudes erhält eine neue Einteilung. Von der Frontseite her gesehen wird links wieder eine Box für das Abstellen von für Unterhaltungsmaßnahmen im Ort benötigten Geräten eingerichtet. "Daran schließt sich ein Raum für die Unterbringung der Feuerwehrleiter und sonstige Ausrüstungsgegenstände der Wehr an. Beide Abteilungen erhalten ein neues Einzeltor", so Heizmann. Mit einem Doppeltor ausgestattet ist die Einfahrt der angrenzenden geräumigen Fahrzeughalle. Der weitere Bereich des Gebäudes erfährt, um eine gerade Flucht zu erhalten, einen kleinen Anbau. Dieser wird zweistöckig ausgebildet. Der Zugang zum Gebäude erfolgt aus Richtung Rathaus. Neben dem Durchgang zur Fahrzeughalle und dem Treppenhaus sind im Erdgeschoss das Büro des Kommandanten, die Umkleideräume und Duschen untergebracht.
  • Obergeschoss: Im Obergeschoss des Feuerwehrhauses sind die Sanitärräume sowie der Schulungs- und Aufenthaltsraum eingeplant. Die Dacheindeckung wird erneuert. Zudem erfolgen eine energetische Ertüchtigung des Gebäudes und eine ansprechende Außengestaltung. Die Beheizung erfolgt von der Anlage im angrenzenden Rathaus.
  • Zeitablauf: Vom Ablauf her ist vorgesehen, den Bauantrag für das Projekt baldmöglichst auf den Weg zu bringen. Im Hinblick auf die Bedeutung der Aufwertung des Feuerwehrdomizils hat die Stadt Geisingen im diesjährigen Haushalt für das Projekt 500 000 Euro ausgewiesen. Zur Erleichterung der Finanzierung werden Zuschüsse aus dem Ausgleichsstock und von der Feuerwehr-Fachförderung beantragt. Ziel ist es, mit den Bauarbeiten alsbald beginnen zu können. Der Bauantrag wird deshalb kurzfristig auf denn Weg gebracht, um nach Eingang der Baugenehmigung und Bewilligung der Fördermittel alsbald starten zu können.
  • Ja zur Planung: Der Leipferdinger Ortschaftsrat bewertete die Planung einstimmig als eine sehr gelungene Lösung und zeigte sich erfreut darüber, dass die Finanzierung des Projektes durch die Stadt kurzfristig erfolgte. Änderungswünsche wurden nicht vorgebracht. „Es ist sehr positiv, dass auch das Ortsbild in dem zentralen Bereich von der Maßnahme profitiert“, unterstrich Ortsvorsteher Jürgen Keller.
  • Abteilung Leipferdingen: Die im Jahr 1938 gegründete Feuerwehr ist eine für den Ort wichtige Einrichtung mit über 30 Aktiven, darunter auch eine Feuerwehrfrau. Eine große Zahl der Mitglieder hält vielen Jahren der Feuerwehrabteilung Leipferdingen ihre Treue. Das Einsatzspektrum geht von dem früheren Einsatzschwerpunkt bei Bränden immer mehr in Richtung technische Hilfeleistung, etwa bei Unfällen oder Überschwemmungen.