Mit 17 Kandidaten, darunter vier Frauen, werben der SPD-Ortsverein und die Freien Bürger bei den Kommunalwahlen am Sonntag, 26. Mai, um Sitz und Stimme im Geisinger Gemeinderat. Unter den Kandidaten, die ins Rennen um die Wählergunst gehen, finden sich, von einer Ausnahme abgesehen, fast ausschließlich neue Gesichter. Denn mit Ulrike Benz, Norbert Hafen und Volker Fromm stehen drei der vier derzeitigen, die SPD/Freie Bürger in der noch der laufenden Legislaturperiode stellen, für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung. Uwe Kraft dagegen wirft seinen Hut erneut in den Ring.

Sie sei stolz und dankbar, dass sich seitens SPD und Freien Bürgern eine nicht nur zahlenmäßig überzeugende Kandidatengruppe entschlossen habe, sich aktiv in die Kommunalpolitik einzubringen und ein Mandat im Gemeinderat Geisingen anzustreben, freute sich die amtierende SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrike Benz bei der Nominierungsversammlung im Gasthaus Sternen in Kirchen-Hausen. „Unsere Kandidaten sind auch was Alter und Beruf anbelangt, breit gefächert aufgestellt und bringen schon von daher vielfältige Erfahrungswerte mit ein. Und von einer solchen Vielfalt lebt ein Gemeinderat“, betonte Benz.

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Ulrike Benz selbst wird nach 25 Jahren aktiver Gemeinderatsarbeit nicht erneut kandidieren. Jetzt, angesichts der aus ihrer Sicht viel versprechenden Kandidaten und den auch in finanzieller Hinsicht großen kommunalpolitischen Gestaltungsmöglichkeiten, sei für sie der geeignete Zeitpunkt gekommen, sich zurückzuziehen, meinte Benz. Auch Volker Fromm – „sehr schweren Herzens, aber neue berufliche Aufgaben lassen mir praktisch keine andere Wahl“ – wird nach zehn Jahren im Geisinger Stadtparlament nicht erneut für ein Ratsmandat antreten. Uwe Kraft hingegen will es nach einer Wahlperiode im Gemeinderat noch einmal wissen. Fromm und Kraft schilderten bei der Nominierungsversammlung das breite Themenspektrum, mit dem der Gemeinderat betraut ist, und verhehlten dabei auch nicht, dass ein Stadtratsmandat mit einem nicht unerheblichen Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden ist. „Die Themen reichen von der Finanz- und Haushaltspolitik, über den Bereich Soziales, Familien, Kinder und Jugend und die Bildungspolitik bis zur Infrastruktur“, skizzierte Volker Fromm. „Meine jetzt zu Ende gehenden ersten fünf Jahre als Stadtrat haben mir gezeigt: Der Gemeinderat hat ein großes Aufgabenfeld und man kann tatsächlich eine Menge bewegen. Diesen Gestaltungsspielraum würde ich auch gerne weiterhin nutzen und Verantwortung als Stadtrat übernehmen“, meinte Uwe Kraft.

Sie habe sich, erklärte Andrea Schröter, mit dem Thema Einstieg in die Kommunalpolitik erst dann ausgiebig beschäftigt, als sie die Anfrage erreicht habe, ob sie sich eine Kandidatur für den Geisinger Gemeinderat vorstellen könne. Sie habe sich schließlich ganz bewusst – „Kritisieren ist leicht, auf das Machen kommt es an und die Chance zur Gestaltung würde ich gerne ergreifen“ – für eine Kandidatur entschieden. Ähnlich äußerten sich auch die übrigen Kandidaten mit Blick auf ihre Motivation für ein aktives kommunalpolitisches Engagement. Er sehe deutliches Verbesserungspotenzial, was die Arbeitsbeziehungen und den Kommunikationsfluss zwischen Schule und Stadt Geisingen anbelange, deutete Andreas Lutsch ein Schwerpunktthema an, mit dem er sich gerne befassen würde. Fabian Benz nannte als ein Aufgabenfeld, das es zukunftssicher zu regeln gelte, beispielhaft das Thema Kindergärten.