Mit 19 Kandidaten aus allen Ortsteilen und der Kernstadt treten die Freien Wähler (FW) und der FDP-Ortsverband Geisingen bei der Wahl zum Geisinger Gemeinderat am Sonntag, 26. Mai, an. Wie sich bei der Nominierungsversammlung im Vereinsheim der Anglervereinigung Geisingen zeigte, finde sich in den Reihen der FW/FDP-Kandidaten sowohl neue Gesichter, die erstmals ihre Fühler in die Kommunalpolitik ausstrecken, als auch bewährte Kräfte, die bereits nachhaltige Erfahrung als Stadt- oder Ortschaftsräte gesammelt haben.

Es habe teilweise eine Menge Überzeugungsarbeit gekostet, Interessenten zu finden, die bereit sind, sich aktiv in die Kommunalpolitik einzubringen, meinte Paul Haug, Vorsitzender des FDP-Stadtverbands Geisingen. Die Bereitschaft, Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen, nehme generell ab, diesbezüglich bildeten auch Geisingen und seine Ortsteile leider keine Ausnahme, erklärte Haug.

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Umso mehr freue er sich, so Haug weiter, dass es Freien Wählern und FDP gelungen sei, viel versprechende Kandidaten in der Kernstadt und in allen Geisinger Ortsteilen für sich zu gewinnen. "Unser Kandidatenfeld ist, was Alter, Beruf und kommunalpolitische Erfahrung anbelangt, bunt gemischt. Das sorgt für eine qualifizierte Bandbreite. Alle Kandidaten bringen das Zeug dafür mit, ein Mandat im Gemeinderat zu übernehmen und kompetent auszufüllen", blickt Paul Haug den Kommunalwahlen zuversichtlich entgegen. Er sei, führte Haug weiter aus, auch sehr angetan davon, dass sich auch junge Kandidaten zur Wahl stellen.

Mit Uwe Fröhlin aus Aulfingen und Peter Wimmer treten zwei langjährige Stadträte, die das Bild der FW/FDP-Fraktion im Geisinger Gemeinderat mitgeprägt haben, nicht mehr zur Wahl an. Paul Haug dagegen, der dem Stadtparlament seit 30 Jahren angehört, wirft seinen Hut ebenso nochmals in den Ring wie Holger Stoffler, Markus Wullich und Thomas Becker, die nach einer Legislaturperiode im Gemeinderat ihr Mandat gerne erneuern und die kommunalpolitische Arbeit fortsetzen würden. Als Leipferdinger Ortsvorsteher saß auch Jürgen Keller bislang schon mit am Ratstisch, allerdings ohne Stimmrecht in Gemeinderat. Das soll sich, ein entsprechendes Wählervotum vorausgesetzt, ändern: Keller will es wissen und kandidiert für den Gemeinderat.

"Mit Blick auf kommunalpolitische Erfahrung tut der Arbeit des Gemeinderats eine Mischung aus "alten Hasen" und "Neulingen" gut. Die "Neulinge" bringen erfahrungsgemäß einen anderen Blickwinkel mit, betrachten Aufgaben aus unterschiedlichen Perspektiven", meint der langjährige FW/FDP-Fraktionssprecher.

"Wir sind schon ein bisschen stolz darauf, dass wir es als einzige derzeit im Gemeinderat vertretene Gruppierung geschafft haben, in allen vier Stadtteilen Kandidaten für uns zu gewinnen", erklärte Haug. Mit welcher Fraktionsstärke FW/FDP aus den Wahlen hervorgehe, sei derzeit natürlich noch offen und hänge vom Wählervotum ab, betonte Haug. Er sei aber zuversichtlich, dass seine Fraktion ihre jetzige Stärke halten oder gar ausbauen könne.

Sicher sei in jedem Fall, dass auf den neu gewählten Gemeinderat wichtige Aufgaben zukommen, meinte Paul Haug. Als ein Beispiel führte er die Schaffung von zusätzlichen Kindergarten- und Krippenplätzen an. Das werde sich aus Sicht von FW/FDP nur mit einem Neubau zukunftssicher bewerkstelligen lassen, hielt Paul Haug mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg.