Mit dreizehn Kandidaten, darunter sechs Frauen, tritt die Wählervereinigung Aktive Bürger bei den Gemeinderatswahlen am Sonntag, 26. Mai, an. Auf der Vorschlagsliste finden sich mit Angelika Hötzer aus Kirchen-Hausen und Andreas Heidel aus der Kernstadt auch die beiden Stadträte, die die Aktiven Bürger im aktuell noch amtierendenden Gemeinderat vertreten.

Es sei nicht ganz einfach gewesen, Kandidaten für die Gemeinderatswahlen zu finden, sagte Heidrun Hog-Heidel, die Vorsitzende der Wählervereinigung bei der Nominierungsversammlung im Clubheim des SV Geisingen im Gespräch mit dem SÜDKURIER.

Um die Bereitschaft zu wecken, sich aktiv in die Kommunalpolitik einzubringen, müsse man eine ganze Menge Überzeugungsarbeit leisten. Umso zufriedener sei sie, so Hog-Heidel, mit dem jetzt unter Dach und Fach gebrachten Kandidatenkreis: „Wir verzeichnen einen hohen Frauenanteil und eine ganze Reihe an Vertretern der jüngeren Generation. Unsere Kandidaten kommen aus unterschiedlichen Berufsfeldern, entsprechend vielfältig sind die Erfahrungswerte, die sie einbringen.

Insgesamt ein dynamischer Personenkreis, der die Gemeinderatswahlen mit großem Engagement angeht“, freute sich die Vorsitzende der Aktiven Bürger. Ein Wermutstropfen sei, dass sich – anders als in der Kernstadt und den Ortsteilen Gutmadingen und Kirchen-Hausen – in den Ortsteilen Aulfingen und Leipferdingen niemand bereit gezeigt habe, seinen Hut als Gemeinderatskandidat der Aktiven Bürger in den Ring zu werfen.

Mit dem Leitsatz „Nicht meckern, sondern machen!“ begründet die 19-jährige Studentin Leoni Weißer aus Kirchen-Hausen ihre Kandidatur für den Gemeinderat. Die Kommunalebene biete Gestaltungsmöglichkeiten, die es aktiv zu nutzen gelte.

Angelika Hötzer und Andreas Heidel werben erneut um die Wählergunst. „Wir haben gezeigt, in jüngster Zeit beispielsweise beim Thema Kindergärten, dass man auch als zahlenmäßig kleiner Akteur im Gemeinderat Themen anstoßen kann. Daran möchten wir gerne anknüpfen“, meinten Heidel im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Die Arbeit im Gemeinderat sei, betonten die beiden, konstruktiv und immer an der Sache orientiert, auch wenn die inhaltlichen Positionen „naturgemäß“ nicht immer deckungsgleich seien.

Deutlich wurde bei der Nominierungsversammlung im Clubheim des SV Geisingen einmal mehr: Die Aktiven Bürger verstehen sich als Alternative zur herkömmlichen Parteienlandschaft, als Stachel im Fleisch der etablierten Parteien. „Wir agieren völlig frei und unabhängig von jedweden parteipolitischen Interessen und können uns deshalb ausschließlich auf die Belange Geisingens, seiner Ortsteile und seiner Einwohner konzentrieren“, betonte Heidrun Hog-Heidel.

Ihre kommunalpolitischen Schwerpunkte will die nicht mitgliedschaftlich organisierte Wählervereinigung insbesondere in den Bereichen Umwelt- und Naturschutz, Familien- und Bildungspolitik, Jugendarbeit und der Vereinsförderung setzen.