Zwölf Kandidaten schickt die CDU bei der Wahl zum Geisinger Gemeinderat am Sonntag, 26. Mai, in das Rennen um die Wählergunst. In den Reihen der Ratsaspiranten, die der CDU-Stadtverband Geisingen jetzt kürte, finden sich sowohl bekannte Gesichter mit Mandatserfahrung im Gemeinderat als auch Anwärter, die sich zum ersten Mal zur Wahl stellen und kommunalpolitische Wirkung entfalten wollen.

Eine ganze Reihe an bisherigen Gemeinderäten, die das Bild der CDU-Fraktion im Stadtparlament über Jahre geprägt haben, tritt nicht mehr zur Wahl an.

"Es ist uns wichtig, einen Generationswechsel einzuleiten. Das war eine wichtige Leitschnur, der wir bei der Ansprache potenzieller Kandidaten für den Gemeinderat gefolgt sind", erklärte Thomas Uhrig, Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Geisingen, bei der Nominierungsversammlung im Gespräch mit dem SÜDKURIER.

Und das Ergebnis könne sich, so Uhrig weiter, mehr als sehen lassen. "Wir können, denke ich, mit einer gelungenen Mischung aufwarten, sowohl, was das Alter und die Berufsfelder anbelangt, aus denen die Kandidaten kommen, als auch die kommunalpolitischen Erfahrungswerte. Auf unserer Liste finden sich "alte Hasen", die dem Gemeinderat bereits angehören und eine Wiederwahl anstreben, ebenso wie kommunalpolitische "Neulinge", die Verantwortung übernehmen wollen", meinte Thomas Uhrig.

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Für alle Kanidaten gelte, so der Vorsitzende des CDU-Stadtverbands: "Sie stehen mit beiden Beinen im Leben, bringen vielfältige – insbesondere berufliche – Erfahrungen und Kenntnisse mit und haben die Energie, auch im Gemeinderat Impulse zu setzen."

Mit dem jetzt eingeleiteten Generationswechsel wolle die Geisinger CDU auch ein allgemeines Zeichen setzen, betonte Thomas Uhrig. "Gerade vor dem Hintergrund, dass sich immer weniger Bürger bereitfinden, sich aktiv kommunalpolitisch zu betätigen, ist es wichtig, jüngere Leute in die Gremien zu wählen", erklärte er.

An die CDU-Listenkandidaten gewandt betonte Uhrig: Die Gestaltungsmöglichkeiten, die der Gemeinderat hat, waren noch nie besser als heute, auch und gerade, was den finanziellen Spielraum anbelangt. Das zeigt ein Blick auf die Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen, die aktuell bei sechs Millionen Euro liegen. Es gab Zeiten, in denen uns gerade einmal zwei Millionen Euro blieben."

Thomas Uhrig selbst, der dem Geisinger Gemeinderat seit 25 Jahren angehört, stellt sich nicht mehr zur Wahl. Mit Hubert Seger, Hubert Willmann und Kathrin Sorg stehen drei weitere langjährige Stadträte nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung.

Holger Milkau dagegen will es noch einmal wissen. Er ist seit 15 Jahren Stadtrat und stellt sich, ebenso wie Waltraud Müller-Franke und Christoph Moriz erneut zur Wahl. Auch Norbert Weber, der als Ortsvorsteher des Geisinger Stadtteils Gutmadingen, zwar mit am Gemeinderatstisch sitzt, aber nicht stimmberechtigt ist, strebt ein Stadtratsmandat an.

Bei aller geäußerten Freude über den Kandidaten-Mix, den die CDU-Liste für die Gemeinderatswahl aufweist und der den angestrebten Generationswechsel dokumentiert, mischt sich doch ein Wermutstropfen unter: Im Ortsteil Leipferdingen hat sich kein Interessent gefunden, der für die CDU bei den Kommunalwahlen antritt.

"Es ist in der Tat sehr bedauerlich, dass wir bei der Kandidatensuche in Leipferdingen nicht erfolgreich gewesen sind", sagte Thomas Uhrig. Es gebe aber auch in Leipferdingen kommunalpolitisch Interessierte, die sich ein Engagement für die CDU vorstellen könnten, allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht aktiv werden wollen, betonte Uhrig.