Die Geisinger Katholiken feiern am kommenden Sonntag, 15. September, das Heilig-Kreuz-Fest, es ist das höchste Geisinger Kirchenfest. Im Mittelpunkt dieses Festes steht die Heilig-Kreuz-Kirche im Westen von Geisingen. Sie ist eher eine Kapelle, die ihren Ursprung aus dem 30-jährigen Krieg hat und den geschossenen Christus beherbergt. Dieser geschossene Christus ist es auch, der in den Nachfolgejahren des Religionskrieges eine Wallfahrt entstehen ließ, die einen solchen Aufschwung hatte, dass man 1741 eine Wallfahrtskirche bauen wollte. Diese Kirche wurde nie fertig gebaut, der eigentliche Altarraum wurde errichtet und blieb dann bis heute. Das sogenannte Langhaus fehlt, weil zum einen der Pfarrei das Geld ausging und zum anderen die heutige Pfarrkirche St. Nikolaus dann 1910 erweitert wurde. Das sogenannte Langhaus der Heilig-Kreuz-Kirche wird durch die Bäume angedeutet.

Derzeit wird die Kirche von Baufachleuten aufmerksam beobachtet, weil sie an verschiedenen Stellen Setzungsrisse erhalten hat. Hier kommt auf die Pfarrgemeinde noch einiges an Investitionen zu, schon oft wurde an und in der Kirche renoviert und saniert.

Kreuzerhöhung ist der Name eines christlichen Feiertages, der im katholischen und orthodoxen liturgischen Kalender auf den 14. September fällt. Der Tag wird als Holy Cross Day auch in Teilen der anglikanischen Kirche sowie denjenigen (besonders englischsprachigen) lutherischen Kirchen begangen, die dem Revised Common Lectionary folgen.

Der geschossene Christus in der Mitte steht in der Heilig-Kreuz-Kirche in Geisingen und im Mittelpunkt des Geisinger Kirchenfestes am kommenden Sonntag, 15. September. Der geschossene Christus stammt aus dem 30-jährigen Krieg.
Der geschossene Christus in der Mitte steht in der Heilig-Kreuz-Kirche in Geisingen und im Mittelpunkt des Geisinger Kirchenfestes am kommenden Sonntag, 15. September. Der geschossene Christus stammt aus dem 30-jährigen Krieg. | Bild: Paul Haug

Kirchen mit dem Namen „Heilig Kreuz“, insbesondere solche, in denen eine Kreuzreliquie verehrt wird, feiern am 14. September ihr Patrozinium, oft verbunden mit einer Kreuzprozession und Wallfahrt. Die Geisinger feiern ihr Heilig-Kreuz-Fest immer am Sonntag nach dem 14. September, in diesem Jahr genau einen Tag später.

Am Sonntag findet um 10 Uhr ein Festgottesdienst in der Stadtkirche mit einer anschließenden Prozession zur Kreuz-Kirche statt.

Der Gottesdienst wird vom gemeinsamen katholischen Kirchenchor Gutmadingen/Geisingen mitgestaltet. Neben dem kirchlichen Fest organisiert der katholische Kirchenchor Geisingen im Pfarrheim wieder ein weltliches Fest.

Zum Mittagessen bieten die Chormitglieder Speisen und Getränke an, hier gehören auch Kaffee und Kuchen zum Angebot.