Was macht man mit 100 von möglichen 100 Punkten? Diese Frage stellte sich der geschäftsführende Vorsitzende der Stadtmusik Geisingen, Tobias Buss bei der Hauptversammlung. Und warum haben wir ein Traumergebnis beim Landesmusikfest in Nordrhein-Westfalen mit 100 Punkten erhalten?

Steht es für das Makellose, die vollkommene Leistung und das maximal Erreichbare? "Es kann auch gefährlich sein, wenn man das Maximum erreicht hat", sagte Buss mit Blick auf den Erfolg der Kapelle.

Diese Selbstkritik gehörte dazu, aber viel wichtiger ist Buss sowie der gesamten Kapelle, dass man sich nicht auf die faule Haut legt und sich auf den Lorbeeren ausruht, trotz dieses riesigen Erfolges. Man muss auch weiterhin Neues ausprobieren, und damit hat die Kapelle mit Stadtmusikdirektor Rudolf Barth die Topbesetzung an der richtigen Stelle.

Denn ihm ist der Erfolg ja auch zu verdanken, er hat die Aktiven intensiv auf dieses Landesmusikfest vorbereitet. Er feiert zudem in diesem Jahr sein 20-jähriges Dirigentenjubiläum. „Wir warten gespannt darauf, was mit Rudolf Barth noch alles kommt, die Arbeit macht mit ihm riesigen Spaß und er ruft immer weitere Leistungen und Herausforderungen vom Orchester ab“, sagte Buss.

Die 100 Punkte sind seiner Meinung nach aber nicht nur ein Ausdruck der musikalischen Leistung, sondern auch ein Zeugnis des „inneren Seelenlebens“ der Stadtmusik, in der verschiedene Generationen miteinander musizieren, aber auch festen können.

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Die Teilnahme an Proben und Auftritten hat nach Meinung von Tobias Buss aber noch nicht die 100 Punkte erreicht, da sei noch etwas Luft nach oben.

Bei der Stadtmusik angegliedert ist auch das Jugendblasorchester, das inzwischen 45 Aktive hat, die aus der gesamten Raumschaft Geisingen kommen. Im letzten Herbst kamen 15 neue Akteure hinzu, im Mai nimmt das Nachwuchsorchester, das im letzten Jahr an den Wertungsspielen in Singen in der Mittelstufe als beste Kapelle und am Wettbewerb BW-Musixx ebenfalls hervorragendem Erfolg teilgenommen hat, am Wertungsspiel und Jugendfestival im belgischen Neerpelt teil.

Stadtmusikdirektor Rudolf Barth ging in seinem Bericht ebenfalls auf das Traumergebnis ein, richtete seinen Blick auf die Arbeit der Zukunft und die ist wohl noch lange eine Einheit Stadtmusik und Barth. Kritik äußerte er massiv an den Wertungsrichtern in Singen, die Teilnehmer des Jugendblasorchesters mehr oder weniger bloßgestellt hätten.

Nach den Regularien der Generalversammlung mit den Berichten der Schriftführerin Manuela Hemens, des geschäftsführenden Vorsitzenden Tobias Buss sowie des Jugendblasorchesters durch Annika Tritschler und Jessica Bühler, konnte der Vorsitzende, Bürgermeister Walter Hengstler, David Haug für 15-jährige Mitgliedschaft mit einem Präsent ehren.

Genauso lange ist Walter Hengstler Vorsitzender der Stadtmusik und erhielt von Tobias Buss und Katrin Sorg, die die Laudatio auf die 15-jährige Amtszeit hielt, ein Präsent.

Ehrungen

Im Auftrag des Blasmusikverbandes überreichte Hengstler in seiner Person als Vizepräsident die Urkunde für eine der besten Teilnehmerinnen beim goldenen Abzeichen, Laura Musiol.

Verabschiedet wurde der stellvertretende geschäftsführende Vorsitzende Karl-Heinz Riesle mit einem Präsent, als Nachfolger wählte die Versammlung Andreas Rist in geheimer Wahl.

An Terminen stehen die Teilnahme des Jugendblasorchesters in Neerpelt vom 3. bis 6. Mai an, am 11. Mai ist das Frühjahrskonzert in der Stadthalle und das Konzert im Dezember findet zweimal zusammen mit dem Lions-Club Donaueschingen statt.

Am 13. Dezember in der Marienkirche in Donaueschingen und am Sonntag, 15. Dezember in der Stadthalle Geisingen.