Im Kindergarten Am Stadtgraben wird ein neues Betreuungsangebot realisiert. Ab November dieses Jahres, wenn die derzeit noch laufenden Sanierungs-, Umbau- und Erweiterungsarbeiten im und am Kindergartengebäude abgeschlossen sind, wird eine Krippengruppe für Kinder unter drei Jahren eingerichtet. Die neue Gruppe wird in Form einer Ganztagsbetreuung organisiert.

Parallel dazu soll im Kindergarten-Provisorium auf dem Geisinger Schulareal mindestens eine weitere Krippengruppe, die dem Modell "verlängerte Öffnungszeiten" folgt, eingerichtet werden.

Auch im Kindergarten im Geisinger Ortsteil Gutmadingen bahnt sich eine Änderung an. Die dortige Krippengruppe wird aufgelöst und, der Bedarfslage entsprechend, in eine altersgemischte Gruppe umgewandelt. Ob im Kindergarten-Provisorium auf dem Geisinger Schulgelände, das Platz für zwei Gruppen bietet, eine weitere Krippengruppe oder eine Gruppe für Kinder ab drei Jahren eingerichtet wird, wird der Gemeinderat möglichst bald anhand von der Stadtverwaltung aktualisierter Bedarfszahlen entscheiden. Die Personalsuche für die neuen Betruungsangebote wird die Stadtverwaltung schnellstmöglich in die Wege leiten. Diesen Beschluss fasste der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung.

Bisher gibt es in der Kernstadt Geisingen keine Krippengruppe, die Umbauplanungen für den Kindergarten Am Stadtgraben sehen im Erdgeschoss des Gebäudes Räume zur Unterbringung einer Krippengruppe vor. Der Bedarf an Krippenplätzen in der Kernstadt sei groß, bei Elke König, der Leiterin des Kindergartens Am Stadtgraben seien aktuell 18 Vormerkungen für Krippenplätze eingegangen, davon neun für eine Ganztagesbetreuung, erklärte Bürgermeister Walter Hengstler.

Die Zeit dränge, weshalb die Stadtverwaltung die Einrichtung einer Krippengruppe mit Ganztagsbetreuung im Kindergarten Am Stadtgraben vorschlage. Das Ganztagesmodell biete den Vorteil, dass Eltern mit Kindern unter und über drei Jahren in der gleichen Einrichtung und zu den gleichen Öffnungszeiten betreuen lassen können.

Neben der Suche nach qualifiziertem Personal auf dem sehr angespannten Arbeitsmarkt, so der Bürgermeister weiter, müsse auch die Gebührensatzung für den Kindergarten um die neue Betreuungsform ergänzt werden. Eine Anpassung sei zum neuen Kindergartenjahr 2019/20 aber ohnehin fällig, da neue gemeinsame Gebührenempfehlungen der kommunalen Spitzenverbände und der Kirchen anständen.

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Beim Gemeinderat stieß der Vorschlag, eine Krippengruppe mit Ganztagsbetreuung im Kindergarten Am Stadtgraben einzurichten, auf grundsätzliche Zustimmung. SPD-Fraktionssprecherin Ulrike Benz bestand allerdings darauf, dass parallel dazu eine weitere Krippengruppe mit kürzeren Betreuungszeiten im Kindergarten-Provisorium eingerichtet wird. FW/FDP-Fraktionssprecher Paul Haug hatte keine Einwände gegen je eine Krippengruppe im Kindergarten Am Stadtgraben und im Kindergarten-Provisorium auf dem Schulgelände. Er sprach sich aber dagegen aus, beide Gruppen im Kindergarten-Provisorium als Krippengruppen vorzusehen. Vielmehr solle, abhängig von den tatsächlichen Bedarfszahlen, eine der beiden Gruppen gegebenenfalls für Kinder ab drei Jahren vorgesehen werden.

CDU-Fraktionschef Hubert Seger wies darauf hin, dass die Einführung der neuen Betreuungsangebote letztlich von der Frage abhängen, ob sich das erforderliche Personal finden lasse. Daher solle, so Seger, die Personalsuche möglichst schnell gestartet werden.