Die im vergangenen Herbst wegen dem Bau der Ortsumgehung von Behla stattgefundene Verkehrsumleitung über die Landesstraße 185 hatte für Aulfingen beachtliche Auswirkungen. Wie Ortsvorsteher Uwe Fröhlin in der jüngsten Ortschaftsratssitzung informierte, war in der vier Wochen dauernden Umleitung nicht nur ein stark gestiegenes Verkehrsaufkommen zu verzeichnen. Auch die gefahrenen Geschwindigkeiten nahmen deutlich zu. "Viele Fahrzeuge rauschten weit über der vorgegebenen Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometer durch den Ort", erklärte der Ortsvorsteher. Diese Situation verdeutlichte die in der Sitzung vorgelegte Statistik des Landratsamtes über die in der Ortsdurchfahrt Aulfingen festgestellte Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Deutlicher Anstieg innerhalb von sechs Monaten

Während im ersten Halbjahr an 51 Tagen genau 87 213 Fahrzeuge mit 174 Geschwindigkeitsüberschreitungen gemessen wurden, stieg im Zeitabschnitt der folgenden sechs Monate, in welcher die Umleitung stattfand, die Zahl deutlich an. Aus dem Anlass waren auch die Radarsäulen an beiden Ortseinfahrten scharf gestellt. Gemessen wurden im zweiten halben Jahr an 103 Tagen 314 502 Fahrzeuge. Die Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen schnellte auf 932 hoch. Davon fuhren 542 Fahrzeuge bis zehn Kilometer zu schnell. "Bei 247 Fahrzeugen betrug die Überschreitung bis zu 15 Kilometer, bis 20 Kilometer waren es 89 Fahrzeuge, bis 25 Kilometer 31, bis 30 12, bis 40 neun und bis Fünfzig zwei Fahrzeuge", sagte der Ortsvorsteher.

Wie Fröhlin berichtete, ist im Frühjahr nochmals eine Umleitung vorgesehen, jedoch von kürzerer Dauer. In der Summe wurden in der Ortsdurchfahrt Aulfingen im vergangenen Jahr an 154 Tagen 401 715 Fahrzeuge gemessen, wovon 1106 die vorgegebene Geschwindigkeit nicht einhielten. "Dieses Ergebnis zeigt, dass durch den Ort nach wie vor zu schnell gefahren wird", verdeutlichte Fröhlin.

Positiv bewertete in der Ortschaftsrat in der Sitzung, dass alle Mittelanmeldungen im Haushalt der Stadt für das laufende Jahr Berücksichtigung fanden. Das örtliche Investitionsprogramm beinhaltet die Belagserneuerung auf einem Teilabschnitt des Kirchweges für 72 000 Euro, eine grundlegende Untersuchung, welche Maßnahmen mittelfristig an der Festhalle anstehen mit 5000 Euro. Ein Betrag in gleicher Höhe ist für die Gestaltung von Baumurnengräbern im Friedhof vorgesehen. Für die Vorbereitung der 1250-Jahr-Feier steht dieselbe Summe zur Verfügung. Eingeplant ist ein Zuschuss von 16 000 Euro für bauliche Maßnahmen des Sportvereins am Sportlerheim und 3500 Euro für eine Rundbank am Kindergarten. Für Bauarbeiten am Einmündungsbereich der Aitrachtalstraße stehen 61 000 Euro zur Verfügung. Die Maßnahme wurde bereits ausgeschrieben. Wenn alles gut läuft, ist die Vergabe bereits in der am 20. Februar stattfindenden Sitzung geplant.

 

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €