Die Szenerie hatte beim diesjährigen Zunftabend in der Geisinger Stadthalle für Irritationen gesorgt: Beim ihrem traditionellen Tanz hatten die Hexen ihre Besen mit handelsüblichen blauen Müllsäcken umhüllt. Die „Besen-Präservative“ sollen alles andere als aus freien Stücken zum Einsatz gekommen sein. Wie aus Hexenkreisen zu vernehmen war und es schnell gerüchteweise seine Runde in der Stadt machte, habe die Stadtverwaltung eine entsprechende Vorgabe erteilt. Die Besen seien zu umhüllen, damit der Fußboden auf der Bühne der Stadthalle keinen Schaden nehme, habe die städtische Anweisung gelautet.

SPD-Stadträtin Ulrike Benz wollte bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Genaueres wissen und hakte bei Bürgermeister Walter Hengstler nach: „Was ist dran an den Gerüchten, dass die Stadtverwaltung den Hexen die Vorgabe gemacht hat, ihre Besen zu umhüllen?“

Das könnte Sie auch interessieren

Hengstler wies Derartiges weit von sich. Die Stadtverwaltung habe keine derartige Weisung erteilt, weder mündlich noch schriftlich und noch nicht einmal andeutungsweise, geschweige denn direkt. Ganz grundsätzlich sei er aber froh, so Hengstler im weiteren Verlauf, dass Hausmeister Bruno Cabrino ein wachsames Auge auf die Stadthalle habe und stets bemüht sei, drohende Schäden bereits abzuwenden bevor sie tatsächlich auftreten. Ob es, wie ebenfalls kolportiert wird, im Verlauf der Proben zu Vorfällen gekommen sei, die letztlich zu der "Besen-Umhüll-Aktion" geführt haben, könne er nicht abschließend beurteilen, so Hengstler.