Viele Geisinger fragen sich, weshalb nach Sanierungsarbeiten in den Jahren 2013, 2014 und 2015 am Bahnübergang in der Engener/Tuttlingerstraße schon wieder Baumaßnahmen anstehen. Der Übergang wird im Zuge des Neubaus der Bahnüberführung in der Donaustraße erneut gesperrt. Wird hier sinnlos Geld verbuddelt oder steckt mehr hinter der Sperrung?

Umfangreiche Erneuerung

Auf eine Anfrage des SÜDKURIER erklärt die Pressestelle der Deutschen Bahn (DB) in Stuttgart nunmehr die erneute Sanierung und liefert den Grund für die Sperrung. 2013 und 2014 wurden im Bereich des Bahnübergangs umfangreiche Arbeiten durchgeführt: Die Gleise samt Gleisbett wurden erneuert, ebenso der gesamte Fahrbahnübergang. Dieser kam danach aber einer Sprungschanze gleich und so wurde jeweils ein halbes Jahr nach den Gleiserneuerungen das Gleisbett mit Schotter aufgefüllt. Der Übergang wurde im Anschluss in seiner jetzigen Form angelegt.

2013 und 2014 wurde im Zuge der Erneuerung des Gleisbettes auch eine Entwässerung des Bahnübergangs eingebaut. Der Umbau 2013 sei erfolgreich gewesen, so die DB. Allerdings nur bei einem Gleis, denn auf der anderen Seite wurde die Entwässerungsanlage wohl schlichtweg vergessen.

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So entstanden im Gleis Immendingen in Richtung Donaueschingen Gleislagefehler. „Im genannten Nachbargleis kam es etwa ein Jahr später zu Auffälligkeiten, welche dann in der nun benötigten Nachrüstung einer Planums-Schutzschicht und von Entwässerungsanlagen mündeten.“ Ursache hierfür seien Baumängel der ausführenden Firma. Bei den nun anstehenden Arbeiten werden die bereits erneuerten Gleise im Anschluss an die Nachrüstung wieder eingebaut, sodass lediglich Mehrkosten für die erneute Baustellentätigkeit anfallen.

Nach dem letzten Zug erfolgt ab dem 29. August erneut die Vollsperrung des Bahnübergangs.
Nach dem letzten Zug erfolgt ab dem 29. August erneut die Vollsperrung des Bahnübergangs. | Bild: Paul Haug

Die Bahn nutzt die Sperrzeit der Strecke, die sowieso aufgrund der Erneuerung der Überführung in der Donaustraße nötig wird, für die Sanierung des Bahnübergangs. Sonst wäre zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere Sperrung erforderlich gewesen. Die Sperrung startet am Donnerstag, 29. August, nach dem letzten Zug um 23.58 Uhr und besteht bis Montag, 9. September, um 4.20 Uhr.

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Der Bereich südlich der Bahnlinie kann mit dem PKW von Geisingen aus nicht direkt angefahren werden. Fußgänger können dagegen durch den sogenannten kleinen Durchlass oder den Bahnübergang auf die andere Seite gelangen.

Zugang schwieriger

Bei bei den früheren Sperrungen standen den Geisingern noch zwei andere Zufahrten zur Verfügung, wenn sie Geschäfte oder Wohnungen südlich der Bahn erreichen wollten: Für PKWs der große Durchlass mit der Bahnüberführung, für Fahrzeuge mit einer Höhe von mehr als 3,10 Metern die Donaubrücke. Dieses Mal ist der Durchlass jedoch ebenfalls gesperrt, ebenso seit März die Donaubrücke aus Sicherheitsgründen.