Noch steht das Datum für die Bürgermeisterwahl in Geisingen nicht fest, der Gemeinderat muss den von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Wahltermin am Sonntag, 30. Juni, erst noch bestätigen. Auch die Stellenausschreibung ist noch nicht erfolgt und der Bewerbungszeitraum, innerhalb dessen Interessenten ihre Kandidatur schriftlich hinterlegen können, muss ebenfalls noch festgelegt werden. Ein Kandidat steht allerdings bereits fest: Bürgermeister Walter Hengstler strebt eine dritte Amtszeit an und wird, wie er im Gespräch mit dem SÜDKURIER bestätigte, bei der kommenden Bürgermeisterwahl erneut seinen Hut in den Ring werfen.

„Wir haben seitens Gemeinderat und Stadtverwaltung in den letzten Jahren eine ganze Reihe an Planungen und Projekten auf den Weg gebracht, die ich bis zu ihrem erfolgreichen Abschluss aktiv begleiten möchte“, erklärte Walter Hengstler im Gespräch mit dem SÜDKURIER seine Motivation, eine dritte Amtszeit als Bürgermeister anzustreben. Zudem bereite ihm das vielfältige Aufgabenspektrum, welches das Amt des Geisinger Bürgermeisters mit sich bringe, auch nach mittlerweile 16 Jahre im Amt nach wie vor große Freude.

Ein Tiefpunkt in seinen bislang 16 Jahren im Amt des Bürgermeisters sei die schwierige wirtschaftliche Lage zu Beginn seiner Amtszeit gewesen, die mit Betriebsschließungen einherging, sagte Hengstler. Als einen Höhepunkt in seiner bisherigen Zeit als Bürgermeister bezeichnete er den Bau der Stadthalle. Die positive Entwicklung, die Geisingen im Verlauf der letzten 16 Jahre im wirtschaftlichen und finanziellen Bereich genommen habe, eröffne erst die Gestaltungsspielräume für kommunalpolitische Vorhaben. „Nicht wenige Projekte, die wir mittlerweile angehen können und konnten, hätten vor Jahren gar nicht gestemmt werden können, weil die finanzielle Lage der Stadt sie nicht zugelassen hätte“, meinte der Bürgermeister. Er schätze, betonte Walter Hengstler, das konstruktive Arbeitsverhältnis zwischen Bürgermeister, Stadtverwaltung und Gemeinderat sowie unter den im Gemeinderat vertretenen Fraktionen und Gruppierungen, das sich im Lauf der Jahre entwickelt und gefestigt habe.

Konkurrenz sei ein typisches Merkmal von Wahlen. Sollten sich weitere Kandidaten für das Geisinger Bürgermeisteramt finden, werde er sich dieser Herausforderung selbstverständlich stellen, betonte Walter Hengstler.

Mit dem Prozedere für die Bürgermeisterwahlen befasst sich der Geisinger Gemeinderat bei seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 22. Januar. Die aktuelle Amtszeit von Bürgermeister Hengstler läuft am 31. August ab. Laut Gemeindeordnung ist die Wahl frühestens drei Monate und spätestens einen Monat vor Ablauf der Amtszeit durchzuführen. Die Stadtverwaltung schlägt als Wahltermin Sonntag, 30. Juni, vor, ein etwaiger zweiter Wahlgang soll auf den 21. Juli gelegt werden. Diese Terminvorschläge müssen vom Gemeinderat noch bestätigt werden. Gleiches gilt für die öffentliche Ausschreibung der Stelle des hauptamtlichen Bürgermeisters und die Einreichungsfrist für Bewerbungen, die am 3. Juni enden soll.