Vor einem Jahr begann das Kindergartenjahr im Kindergarten Am Stadtgraben mit einigen Tagen Verspätung nach den Sommerferien aufgrund des Umzuges in die Schule. Der ursprüngliche Plan, mit dem neuen Kindergartenjahr wieder in die alten, sanierten und erweiterten Räumlichkeiten einzuziehen, geht nicht auf.

Wie Bürgermeister Martin Numberger bei der Elternversammlung berichtete, wird es mit Blick auf die noch laufenden Arbeiten November, bis der Umzug möglich wird. Für Numberger war es die erste Elternversammlung in seinem neuen Amt als Bürgermeister, statt dem bequemen Rathaussessel saß er wie die Eltern und das Erzieherteam auf kleinen Stühlen.

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Elke König, Leiterin des Kindergartens Am Stadtgraben, brachte hinsichtlich des Umzuges im Spätherbst oder gar Winter den Einwand, dass während des Umzuges der Kindergarten wieder einige Tage geschlossen sein werde. „Wir ziehen aber nicht im Dezember vor Weihnachten um“, betonte sie unmißverständlich. „Dann sind wir in den Vorbereitungen auf Weihnachten, das wird dann zuviel“, sagte König. Wie dringend weitere Kindergartenplätze benötigt werden, zeigt die derzeitige Belegung des Kindergartens Am Stadtgraben, von den jeweils 25 Plätzen in den beiden Gruppen sind bereits 23 belegt, die restlichen vier Plätze werden Ende des Jahres belegt sein. Der Kindergarten Stadtgraben bietet 30 Plätze im Bereich der verlängerten Öffnungszeit an, außerdem hat die Einrichtung eine Ganztagesbetreuung als einziger Kindergarten in der gesamten Raumschaft.

Der Kindergarten Am Stadtgraben wird ja durch Umbaumaßnahmen in der Kapazität erweitert, dort soll neben den beiden Regelgruppen noch eine Krippengruppe untergebracht werden. Dort wird in den Brandschutz, aber auch in zahlreiche räumliche Verbesserungen über eine Million Euro investiert.

Der neue Elternbeirat des Kindergartens Am Stadtgraben (von links): Simone Streich, Franziska Frengele, Stefanie Hugenschmidt (Vorsitzende), Bernadette Maier, Cindy Mancaniello, Charlotte Pasquale (zweite Vorsitzende). Dem Elternbeirat gehört noch Christine Trummer an.
Der neue Elternbeirat des Kindergartens Am Stadtgraben (von links): Simone Streich, Franziska Frengele, Stefanie Hugenschmidt (Vorsitzende), Bernadette Maier, Cindy Mancaniello, Charlotte Pasquale (zweite Vorsitzende). Dem Elternbeirat gehört noch Christine Trummer an. | Bild: Kindergarten

In der Elternversammlung wurde auch heftig und rege über Kindergartenplätze und Spielplätze in Geisingen diskutiert. Etliche Eltern halten es nicht für sinnvoll, in die Alte Gerbe noch Geld für Kindergartenplätze zu investieren, zumal dort nicht alle Kinder untergebracht werden können, und alle Investitionen nur Provisorien bilden. „Wir sind derzeit in der Entscheidungsfindung Sanieren oder Neubau, zumal für Krippengruppen ohnehin ein zusätzlicher Neubau erforderlich wäre“, sagte dazu Bürgermeister Numberger.

Es sei gut, dass ein Bürgermeister auch Vater ist, und aus dieser Sicht heraus die Belange für Kinder sehe, wurde seitens der Eltern bei der Versammlung betont. Die Spielplätze in Geisingen wurden ebenso angesprochen, hier sei einiges versäumt worden. Man müsse mit den Kindern auswärts nach Immendingen oder Gutmadingen fahren, um akzeptable Spielplätze vorzufinden, wurde moniert. „Auch hier ist einiges in Planung“, sagte betonte Martin Numberger, der die Kritik als berechtigt ansah.