Eine Sitzung des Gemeinderats mit nur einem Tagesordnungspunkt, einigen Gastrednern und das Ganze vor vollbesetzten Besucherreihen in der Geisinger Stadthalle: Das hat Seltenheitswert. Anlass war die Vereidigung des neuen Geisinger Bürgermeisters Martin Numberger. Per Abstimmung hatte das Stadtparlament zu entscheiden, wer aus den Reihen des Gemeinderats diese Amtshandlung übernimmt, die Wahl fiel auf FW/FDP-Fraktionschef Paul Haug.

Bürgermeisterstellvertreter Paul Haug (links) verpflichtet Martin Numberger zum neuen Geisinger Bürgermeister.
Bürgermeisterstellvertreter Paul Haug (links) verpflichtet Martin Numberger zum neuen Geisinger Bürgermeister. | Bild: Stephan Rieger
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  • Die Gäste: Neben den Stadt- und Ortschaftsräten sowie Ortsvorstehern hatten sich auch Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Vereinswelt und Gesellschaft eingefunden, darunter die beiden ehemaligen Landtagsabgeordneten Roland Ströbele und Franz Schuhmacher, Bürgermeister Markus Keller (Blumberg) und Bürgermeister-Stellvertreter Niko Reith (Donaueschingen) sowie Geisingens Ehrenbürger Egon Elsäßer. Auch Familienangehörige Martin Numbergers und eine ganze Schar Freunde und Bekannter aus Numbergers Heimatgemeinde Denkingen wollten sich die Vereidigung des neuen Geisinger Bürgermeisters nicht entgehen lassen.
Rudolf Wuhrer, Denkinger Bürgermeister und Vorsitzender des Bürgermeistersprengels, gratuliert Martin Numberger und seiner Ehefrau Teresa.
Rudolf Wuhrer, Denkinger Bürgermeister und Vorsitzender des Bürgermeistersprengels, gratuliert Martin Numberger und seiner Ehefrau Teresa. | Bild: Stephan Rieger
  • Die Redner: Landrat Stefan Bär, Markus Hugger, Bürgermeister der Nachbargemeinde Immendingen, Michael Stoffler, Vorsitzender des Personalrats der Stadtverwaltung Geisingen, Tobias Huber als Repräsentant der gesamten Geisinger Vereinswelt, Denkingens Bürgermeister Rudolf Wuhrer als Vorsitzender des Bürgermeister-Kreisverbandes Tuttlingen sowie Pfarrer Adolf Buhl für die katholische und Pfarrer Thomas Gerold für die evangelische Kirchengemeinde sowie Stadtrat Paul Haug fanden passende und teils gar humorige Worte anlässlich der Vereidigung des neuen Geisinger Bürgermeisters. Jeder wünschte Martin Numberger auf seine Art und in seinem ganz eigenen Stil Erfolg und ein glückliches Händchen für sein neues Amt und bot Unterstützung und Zusammenarbeit als selbstverständliche Form des Miteinanders an. Der sichtlich gerührte Martin Numberger erneuerte sein aus dem Wahlkampf bekanntes Versprechen, bürgernah zu sein und zu wirken.
„Das öffentliche Wohl soll das oberste Gesetz sein“. Dieses Zitat des römischen Staatsmanns Marcus Tullius Cicero schreibt Bürgermeister Martin Numberger in das goldene Buch der Stadt, bevor sich Landrat Stefan Bär (stehend) darin verewigt.
„Das öffentliche Wohl soll das oberste Gesetz sein“. Dieses Zitat des römischen Staatsmanns Marcus Tullius Cicero schreibt Bürgermeister Martin Numberger in das goldene Buch der Stadt, bevor sich Landrat Stefan Bär (stehend) darin verewigt. | Bild: Stephan Rieger
  • Geschenke: Mit Präsenten für den neuen Geisinger Bürgermeister hielten es die Redner sehr unterschiedlich. Vom Landkreis Tuttlingen gebe es grundsätzlich nichts zum Amtsantritt, ließ Landrat Bär wissen. Das Amt des Bürgermeisters sei Geschenk genug. Außerdem sei der Landkreis schwäbisch geprägt und deshalb gelte: „Erst mal was schaffen und dann gibt es vielleicht etwas geschenkt.“ Paul Haug kredenzte Numberger einen „Bürgermeister-Frosch“ aus Plüsch und ein Tongefäß mit symbolischer Bedeutung: „In dem Gefäß ist Sahne. Taucht der Frosch ein und bewegt sich nicht, ertrinkt er. Aber wenn er schwimmt, wird aus der Sahne Butter.“ Bürgermeister Hugger stattete seinen neuen Amtskollegen mit einem „Bürgermeister-Basisversorgungspaket für alle Fälle“ aus.
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Tobias Huber
Tobias Huber | Bild: Stephan Rieger
  • Der Vorgänger: Keiner der Redner vergaß, Numbergers Vorgänger im Amt des Geisinger Bürgermeisters, Walter Hengstler, zu erwähnen und dem langjährigen Stadtchef – Hengstler war 16 Jahre lang Bürgermeister – für seine Verdienste um Geisingen Respekt und Anerkennung zu zollen. Dafür gab es vom Publikum Beifall.
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  • Musik: Für die mit Applaus bedachte musikalische Untermalung dieser Gemeinderatssitzung der besonderen Art sorgte die Stadtmusik Geisingen unter der Leitung von Stadtmusikdirektor Rudolf Barth.
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