Ob die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs denn keine theoretischen und vor allem praktischen Schulungen erhielten, was den fachgerechten Beschnitt von Bäumen anbelangt, wollte Thomas Braun, der die jüngste Sitzung des Gemeinderats von den Besucherreihen aus verfolgte, von Bürgermeister Walter Hengstler wissen.

Der Zustand der Bäume im Bereich des Wohnmobilstellplatzes im Geisinger Freizeitgebiet Danuterra lasse jedenfalls, polterte Braun weiter, nicht darauf schließen, dass bei deren Beschnitt mit Sachkunde vorgegangen worden sei. Der Zustand der Bäume, das hätten ihm auch einschlägig spezialisierte Fachleute bestätigt, sei gelinde gesagt mitleiderregend.

Bürgermeister Hengstler hielt, allerdings nicht ganz so lautstark wie Braun, dagegen. Selbstverständlich durchliefen die Bauhof-Mitarbeiter entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen zum Thema Baumschnitt. Insofern könne von einem unsachgemäßen Vorgehen beim Baumschnitt keine Rede sein. Klar sei allerdings auch, dass gerade bei diesem Thema auch in Expertenkreisen die Meinungen darüber, wie ein angemessener Beschnitt auszufallen habe, teilweise sehr weit auseinanderliegen, führte Hengstler an.

SPD-Fraktionssprecherin Ulrike Benz nahm die Bauhof-Mitarbeiter in Schutz. Das Team um Bauhofleiter Karl Cech liefere stets sehr gute Arbeit ab, auch und gerade wenn es um den Baumbeschnitt gehe, betonte sie. FW/FDP-Fraktionssprecher Paul Haug griff das Thema Baumschnitt im weiteren Verlauf der Sitzung nochmals auf und vertrat eine gänzlich andere Meinung als Ulrike Benz. Zumindest, was den Beschnitt der Bäume beim Wohnmobilstellplatz anbelange, so Haug, sei das Ergebnis grauenvoll.

Angesichts des zu bearbeitenden Themenspektrums frage er sich, merkte Bürgermeister Hengstler an, ob der Gemeinderat derartig viel Zeit auf das Thema Baumschnitt verwenden müsse.