Eines beachtlichen Interesses erfreut sich das Hintschinger Heimatmuseum. Erstmals zum Patrozinium, dem Wendelinsfest , konnte man im Herbst 2016 einen Blick in die neue öffentliche Hintschinger Einrichtung werfen. Viele Besucher waren damals gespannt, was es im Erdgeschoss des Rathauses zu sehen gab. Überrascht waren die Besucher, wie gelungen auf Initiative von Ortsvorsteherin Marlies Aschmann, zugleich Vorsitzende des Narrenvereins Schöntalhasen, interessante Exponate aus der örtlichen Geschichte präsentiert wurden.

  • Großer Zuspruch: Zur Freude der Ortsvorsteherin haben seitdem viele Besucher und Gruppen, auch der Gemeinderat und selbst Justizminister Guido Wolf mit viel Anerkennung über das Geschaffene das Museum besucht, um sich über die Zeugen der Vergangenheit, welche die Geschichte des Ortes und der sie umgebenden Landschaft widerspiegeln und damit ergangene Lebenswelten bewahren informiert. In Heimatverbundenheit gab es in den Museumsräumen selbst schon einen Empfang für ein Brautpaar nach der standesamtlichen Trauung im Obergeschoss des Gebäudes. Das Gästebuch enthält inzwischen viele Einträge.
  • Perfekte Räumlichkeiten: Für das Ortsmuseum wurde das gesamte Erdgeschoss des Rathauses passend umgestaltet. Aus der ehemaligen Milchsammelstelle, dem Ortsarrest und das ehemalige Feuerwehrmagazin konnten die räumlichen Voraussetzungen für das Museum gewonnen werden. Seit Herbst 2014 hatten die Museumsmacherin und ihre Helfer viele ehrenamtliche Stunde eingesetzt, um die Räume mit Leben zu erfüllen. Mannigfache Unterstützung erhielt Marlies Aschmann auch aus der Bevölkerung, welche teilweise bereitwillig ihre Schatztruhen öffneten.
  • Zeitzeugen: Geschmackvoll inszeniert und nach Schwerpunkten besucherfreundlich präsentiert sind inzwischen eine stattliche Anzahl Zeugen der Vergangenheit zu bestaunen. Längst veränderte Ortsansichten sind in Fotos festgehalten. Ebenso besondere örtliche Ereignisse, so der Besuch von Fürst Max Egon zur Einweihung der erweiterten Wendelinskapelle. Eingerichtet ist in den Museumsräumen auch eine christliche Ecke mit einem historischen Betstuhl. Groß heraus kommen das alte Wirtschaftsschild des Gasthauses „Hirschen“ und eine Bank aus dem Warteraum des 1978 abgebrochenen Hintschinger Bahnhofes.
  • Landwirtschaft: Es gibt auch eine „ Bauernecke“ mit viel ehemaligem landwirtschaftlichen Gerät. Zur Erinnerung an die frühere Milchsammelstelle wurde beim Umbau ein kleiner Bereich original belassen. Eine Rarität ist ein Stempel mit der Aufschrift: Schulamt Hintschingen. In der lokalgeschichtlichen Sammlung befinden sich auch Einrichtungsgegenstände aus früherer Zeit, Mobiliar, Hausrat, ergänzt durch Baaremer Kulturgut. An die Zeit der Viehhaltung erinnert die Tafel mit der Aufschrift: Maul- und Klauenseuche Beobachtungsgebiet. Einfuhr und Durchtreiben von Klauenvieh verboten!