Im Schulterschluss mit seinem Watterdinger Kollegen Stefan Armbruster fordert Leipferdingens Ortsvorsteher Jürgen Keller den baldigen Ausbau der Kreisstraße nach Watterdingen im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Konstanz. Während der Landkreis Tuttlingen bereits im Jahre 1985 sein Teilstück bis zur Kreisgrenze erneuert und auf fünf Meter verbreitert hat, wurde bei einer gemeinsamen Begehung erneut deutlich, dass das auf Konstanzer Kreisseite befindliche, 4,50 Meter breite und damit für den modernen Verkehr ohnehin zu schmale Teilstück, mit unzähligen Schlaglöchern, Rissen, der teilweise weggeplatzten obersten Teerschicht und den unbefestigten Randstreifen, stark sanierungsbedürftig ist.

"Was nützt die schön ausgebaute Kreisstraße bis zur Kreisgrenze, wenn diese auf halben Wege in das marode Teilstück nach Watterdingen übergeht, das aus gutem Grund für Fahrzeuge über sechs Tonnen gesperrt ist", betont Ortsvorsteher Jürgen Keller und ergänzt: "Wichtig ist die Tonnagenbeschränkung weg zu bekommen. Für schwere Fahrzeuge bedeute diese lange Umgehungsstrecken. Statt beispielsweise der vier Kilometer von Leipferdingen zum Nachbarort müssen diese den Umweg über Kirchen-Hausen, den Hegaublick und Engen nehmen. Leipferdingen leide somit auch unter dem maroden Straßenteilstück".

Für sinnvoll erachtet er es außerdem, solche Kreisgrenzen überschreitenden Straßen in einem Zuge auszubauen. Beide Ortschefs wollen in der Sache nicht locker lassen. Das Landratsamt Konstanz sieht den Straßenausbau realistisch erst ab dem Jahre 2022, falls Kapazitäten frei sind und die benötigten Finanzmittel zur Verfügung stehen.

Sorgen bereitet Keller zudem der Zustand der Kreisstraße nach Stetten , ebenfalls auf Konstanzer Gebiet. "Ist schon der Begegnungsverkehr schwierig, so rumpelt es, wenn man auf die mit Gittersteinen befestigten Randstreifen ausweichen muss“, beklagt er. In einem Schreiben an das Landratsamt Konstanz hat er eine Verbesserung der unbefriedigenden Situation gefordert. Die Stellungnahme steht noch aus.