Tiernachwuchs begeistert nicht nur Kinder und Schüler, sondern auch Erwachsene. Für Kinder ist die Geburt eines Tieres ein besonderes Ereignis, besosnders, wenn es die Geburt durch das Schlüpfen aus einem Brutei ist: Die Klasse 3b mit ihrer Klassenlehrerin Anna Maria Keller hat genau dieses Projekt mit tatkräftiger Unterstützung durch Rektor Jürgen Tränkler derzeit als Anschauungsunterricht.

Rektor Tränkler besorgte Eier von freilaufenden Hühnern sowie einen Brutapparat. Dann wurden die Eier in den Brutapparat gelegt. Dort herrschen gleichmäßige Temperaturen und nach 21 Tagen schlüpften dann die ersten Küken. "Aus den 20 Eiern kamen acht Küken, weiße und bunte", freut sich der Rektor. Da eine Glucke fehlt, die den Küken die nötige Wärme bringt, hat Jürgen Tränkler eine Infrarot-Wärmelampe montiert. Einige Tage sind die Küken nun schon alt und immer wieder sehen die Kinder nach ihrem Nachwuchs.

Früher, vor einigen Jahrzehnten, war auch in städtisch geprägten Bereichen wie Geisingen eine Glucke und Kükennachwuchs überall zu sehen, heute ist dieses Szenario eine Seltenheit. "Umso mehr ist es wichtig, den Kindern Biologie auf besondere Weise beizubringen", sagt der Rektor. "Alle Klassen haben den Kükennachwuchs bestaunt", betont Jürgen Tränkler. Wenn die Küken etwas größer sind, erhält sie der Hühnerbesitzer, von dem die Eier stammen, wieder zurück. Er selbst hat keine Hühner, sondern ausschließlich Kaninchen in seinem Haus in Oberbaldingen. Aber im Brutapparat liegen derzeit noch einig andere Eier, etwa von Gänsen. "Ob da etwas dabei herauskommt, ist noch fraglich, auch in anderen Hühnereiern ist noch etwas drin, vielleicht schlüpft noch das eine oder andere Junge", meint Jürgen Tränkler, der auch während der Pfingstferien die Küken versorgt.