Die Guggenmusik Undersibbersi lässt es über das Wochenende am 17. und 18. Januar so richtig krachen. Leipferdingen wird an den zwei Tagen zum Treffpunkt der Guggenmusiken weit über die Region hinaus, auch aus der Schweiz. Unter dem Motto „30 Jahre – das Geburtstagsjubiläum“ werden 850 Trommler und Bläser von 21 Vereinigungen die unüberhörbar gestalten. Die örtliche Festhalle ist für die Jubiläumsveranstaltung zu klein. Neben der Halle wird deshalb ein Partyzelt mit DJ aufgestellt, in dem die Gäste Unterschlupf finden können. Zu dem Spektakel werden sich die Leipferdinger Guggen in einem neuen Häs präsentieren.

Um 20 Uhr startet am Freitag, 17. Januar, auf dem Partyareal die erste große Jubiläumsparty. Mitwirkende Gastvereine sind die Pfuutzger Musigg Seitingen-Oberflacht, die Gmendr Gassafetza, die Engemer Schätterä Dätscher, die Guggenmusik Flegga Bätscher Böhringen, die Kaputten 13 aus Kirchen-Hausen, der Gaszug Randen, die Trottwarschlurbi Lörrach, die Hölledüüfel Degernau und die Los Chrachos aus Todtnau. Gegen 22 Uhr erfolgt die Vorstellung des neuen Häses.

Am Samstag, 18. Januar, gibt es um 15 Uhr ein großes Open Air auf dem Rathausplatz mit Häsvorstellung der Undersibbersi für Alle. Mitwirkende Gastvereine sind hier die Maiskolbefetzer Eschbach, Gugge Vamps Überlingen, Krawazi-Ramblers Villingen, Krottenbach Kaos Vogtsburg, Gugge Belcantos Baar aus der Schweiz, Gmendr Gassafetza, Trottwarschlurbi Lörrach, Riddemer Notenrätscher und Gülläpumpä-Bänd Hilzingen.

Ab 18 Uhr läuft der große Umzug durch den ganzen Ort und leitet zu der um 19.30 Uhr beginnenden Jubiläumsparty Nummer zwei über, die von zwölf Guggenmusiken gestaltet wird. Zu diesen zählen auch die Schlösslisymphoniker Inzlingen, die Bockers Gurtweil und die Schorebord-Fläxer Bannholz/Höchenschwand.

Die Idee in Leiperfrdingen eine Guggenmusik zu gründen, entstand im Januar 1990 um an der Dorffasnet etwas Neues zu bieten. 19 Gründungsmitglieder ergriffen die Initiative. Es wurden einige Instrumente gekauft und Guggenmusikstücke unter Leitung von Jürgen Fluck einstudiert. In einer Blitzaktion wurden die ersten Kostüme in Lila und Silber genäht. In dieser turbulenten Anfangszeit entstand auch der Name „ Undersibbersi Glonki“. Undersibbersi kommt aus dem Leipferdinger Dialekt und bedeutet übersetzt: “Das hintere vor dem vorderen“.

Die ersten Auftritte waren am Fasnachtssonntag beim Umzug in Möhringen und am örtlichen Zunftball. Sowohl die Aktiven als auch das Publikum waren gleichermaßen begeistert, was der Musik weiteren Auftrieb gab mit einem nachfolgenden Auftritt in Hilzingen.

1992 wurde ein Vorstand gewählt mit dem Vorsitzenden Horst Peschel und der Stellvertreterin Sabine Weh, Kassierer Hartmut Peschel und Schriftführer Wolfgang Fluck. Den Taktstock übernahm Andreas Fluck.

In den folgenden Jahren entwickelte sich die Guggenmusik kontinuierlich weiter. Im Januar 2001 wurde das elfjährige Bestehen in einem neuen Kostüm beim Monsterkonzert auf dem Rathausplatz und einem Gulaschsuppenball gefeiert. Weitere herausragende Ereignisse waren das 15-Jährige 2005 und der 20-jährige Geburtstag, bei welchem der Guggesound so richtig durch die Straßen und Gassen schallte mit Umbenennung in Guggenmusik Undersibbersi Leipferdingen 1990. Ein grandioses Guggenfestival war auch die 25-Jahrfeier.

Seit vielen Jahren sind die Untersibbersi Kulturbotschafter auf Europäischer Ebene. Viele Euro-Carnevals haben die Leipferdinger Guggis schon bereichert. So waren sie unter anderem dabei beim Europäischen Guggenmusikfstival in Bozen, den Veranstaltungen in Prag, Kärnten und Triest sowie am Karneval der Machores in Selestat im Elsass dabei. Im kulturellen Leben von Leipferdingen hat sich ist die Guggenmusik längst zu einer festen Größe entwickelt.

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