Die größte Investition im Bereich der Wasserversorgung in der Raumschaft Geisingen läuft seit April und geht nach den Handwerkerferien in die entscheidende Phase. Die Gesamtmaßnahme kostet rund 662 000 Euro, ursprünglich waren 473 000 Euro angesetzt, wobei die Mehrkosten auf die derzeitige Auftragslage der Unternehmen zurückzuführen sind.

Die Maßnahme ist weit mehr, als nur der Umbau des 1952 erbauten Hochbehälters Wartenberg/Drei Lärchen. Aufgrund einer festgestellten Verkeimung wird das Wasser seit Jahren gechlort. Am Hochbehälter hängen der Weiler Drei Lärchen, die Espenhöfe, der Parkplatz Unterhölzer an der A 81 sowie der Wartenberg.

Wasserursprung: In Geisingen ist im Pumpwerk Viehmarkt die Pumpstation für den Hochbehälter Drei Lärchen. Das Pumpwerk und der Behälter Viehmarkt wurde vor etlichen Jahren umgebaut, auch aus hygienischen Gründen. Man baute Edelstahltanks ein und verkleinerte das Behältervolumen. Früher wurde hier das Quellwasser aus Richtung Unterbaldingen gesammelt.

Löschwasser: Die Löschwasser-Versorgung von Drei Lächen und Wartenberg ist der Feuerwehr und dem Kreisbrandmeister schon lange ein Dorn im Auge. Sie wurde im Juni mit dem Bau von zwei Löschwasserbehälter abgeschlossen, erst danach konnte mit dem Rückbau des Hochbehälters begonnen werden. Durch die Reduzierung des Behältervolumens mit Trink- und Löschwasser auf zweimal 25 Kubikmeter reicht das Löschwasserangebot nicht mehr aus. Deshalb werden vor dem Umbau des Behälters zwei weitere Löschwasserbehälter gebaut.

Baumaßnahmen: Vom Hochbehälter wird das Wasser auf den Wartenberg zu einem kleinen Windkessel gepumpt, der die dort bestehenden vier Gebäude mit Frischwasser versorgt. Künftig wird der Hochbehälter noch zwei Edelstahlbehälter mit jeweils 25 Kubikmeter haben. Die beiden Edelstahltanks sind inzwischen eingebaut, derzeit wird die Technik installiert. Danach muss der Hochbehälter isoliert werden und erhält ein Satteldach. Bisher war er mit Erdreich überdeckt.

Bauzeit: Baubeginn war Anfang April, im Juni wurde mit dem Rückbau des Hochbehälters begonnen. Das Gebäude ist massiv aus Beton, was den Umbau nicht leicht machte. Bis zum Spätherbst sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Während der Umbau- und Sanierung des Hochbehälters ist ein Notbehälter in Betrieb.

Kosten: Die beiden neuen Löschwasserbehälter kosten rund 208 000 Euro, wobei diese Arbeiten bereits abgeschlossen sind. Der Umbau des Hochbehälters mit dem Teilabbruch der Abdeckung, Drainage, Freilegung des kompletten Hochbehälters und Isolierung beläuft sich auf rund 106 000 Euro. Mit mit knapp 290 000 Euro verschlingt die neue technische Ausstattung das meiste Geld.