Gutmadingen plant neben dem Neubaugebiet Hinter Gärten II ein weiteres Baugebiet. Der Grund sind Auflagen zur weiteren Messung von Beeinträchtigungen durch die beiden landwirtschaftlichen Betriebe Willmann im Norden und Weber im Süden. Hier fanden bereits Messungen statt, die keine Beeinträchtigungen erbrachten, so kam dann die Auflage, ein Jahr ununterbrochen messen zu müssen. Wie sind die Luftströme? Wie die Beeinträchtigungen? Solche Fragen sollten geklärt werden. „Wir werden laufend durch neue Auflagen der Behörden gegängelt“, kritisierte Ortsvorsteher Norbert Weber in der Sitzung des Ortschaftsrates. Gutmadingen hat schon länger keinen freien Bauplatz mehr, das Erweiterungsgebiet Hinter Gärten in östliche Richtung sollte Abhilfe schaffen. Im Süden ist dort als Abgrenzung auch ein mögliches Gebäude für das Kramer-Museum geplant. Im Flächennutzungsplan wurde auch als weiteres Baugebiet eine Verlängerung des Gebietes Hausers Wiesen in westliche Richtung (nach Neudingen) aufgeführt. Da man den zahlreichen Interessenten, die in Gutmadingen ein Eigenheim bauen wollen, die Möglichkeit bieten will, entschlossen sich die Ortsverwaltung, Ortschaftsrat und auch Bürgermeister Martin Numberger, der bei der jüngsten Sitzung des Gremiums anwesend war, dazu parallel zu den Untersuchungen im Gebiet Hinter Gärten nun die Erweiterungsfläche zu überplanen. Noch im Dezember soll hierfür im Gemeinderat ein Aufstellungsbeschluss erfolgen.

Man hofft, so Ortsvorsteher Norbert Weber, im nächsten Jahr bereits Bauplätze in diesem neuen Gebiet anbieten zu können. Die verkehrstechnische Anbindung wurde bei der Erschließung des Baugebietes Hausers Wiesen bereits berücksichtigt. Einige der Interessenten für einen neuen Bauplatz, die meisten davon sind Gutmadinger, wären auch bereit, im Neubaugebiet Hausers Wiesen ein Grundstück zu erwerben, so Weber.

Der Ortschaftsrat beriet über zwei Baugesuche, eines, der Bau eines Wintergartens, stieß auf Kritik, weil hier bereits mit dem Bau begonnen wurde. Der ist inzwischen eingestellt, bis die Gremien hierüber beraten haben. Das zweite Baugesuch betraf das Rathaus selbst, und zwar neben der Dachsanierung vor allem die Wiederherstellung der Zinnengiebel am Rathaus, die bei der letzten Sanierung vor über 40 Jahren entfernt wurden.