Fragt man Jürgen Keller, ob ihm neben Familie, Beruf und kommunalpolitischem Engagement noch Zeit für Hobbies bleibt, verneint er lächelnd: „Nein, das lässt sich nicht darstellen. Andernfalls würde das Familienleben zu stark beeinträchtigt werden oder ich müsste in der Kommunalpolitik zurückstecken. Beides möchte ich vermeiden“, betont Jürgen Keller.

Der 51-jährige technische Betriebswirt arbeitet bei einem Maschinenbau-Unternehmen in Tuttlingen, er stammt aus Hausen an der Aach und lebt seit 1993 mit seiner Frau Silke, mit der er zwei mittlerweile erwachsene Söhne hat, im Geisinger Ortsteil Leipferdingen. 2009 wurde Jürgen Keller nicht nur in den Ortschaftsrat, sondern auch zum Ortsvorsteher gewählt. Leipferdinger Ortschaftsrat und Ortsvorsteher ist er nach wie vor, mittlerweile in der dritten Legislaturperiode. Seit Neuestem gehört Keller auch dem Geisinger Gemeinderat an. Bei den jüngsten Kommunalwahlen war ihm die Wählergunst hold, seither hat Jürgen Keller als Stadtrat Sitz und Stimme im Gemeinderat und gehört der FW/FDP-Fraktion an.

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Mit zehn Jahren kommunalpolitischer Erfahrung als Leipferdinger Ortschaftsrat und Ortsvorsteher im Rücken sei die Entscheidung, im Mai bei den Kommunalwahlen für den Gemeinderat zu kandidieren naheliegend gewesen, meint Jürgen Keller: „Als Ortsvorsteher nimmt man ohnehin in beratender Funktion an den Sitzungen und der Arbeit des Gemeinderats teil. Da war es ein fast schon logischer Schritt als Stadtrat um Sitz und Stimme im Geisinger Gemeinderat zu kandidieren“, sagt der Familienvater. Über das ausgeprägt positive Wählervotum und den damit verbundenen Vertrauensvorschuss freue er sich sehr, betont der frisch gebackene Stadtrat.

Die Kommunalpolitik sei schon deshalb wichtig und spannend, weil gerade auf dieser Ebene sehr viele Entscheidungen getroffen werden, die das unmittelbare Lebensumfeld der Einwohner betrifft.

Mit dem Sprung in den Gemeinderat weite sich der kommunalpolitische Blickwinkel und Verantwortungsbereich, meint der neue FW/FDP-Stadtrat.

„Der Gemeinderat muss die gesamte Region Geisingen und ihre Bürger im Blick haben und dabei darauf achten, dass Kernstadt und Ortsteile möglichst ausgewogen zum Zuge kommen, auch wenn nicht alle Wünsche umgesetzt werden können“, bekräftigt Jürgen Keller. Insofern hätten die Räte auch eine Mittlerfunktion zwischen Bürgern, Stadtverwaltung und Gemeinderat.

Im Jahr 2028 wird Leipferdingen seine erste urkundlicher Erwähnung vor 1250 Jahren feiern. „Und diese Feierlichkeiten würden die Leipferdinger natürlich mehr als gerne in einer neuen Leipferdinger Fest-, Ortsteil- oder Mehrzweckhalle begehen“, meint Jürgen Keller. Für dieses nachhaltige Ziel werde er sich auch und gerade als Stadtrat einsetzen.