In das Naturschutzgroßprojekt Baar ist auch ein Teil der Gemarkung Leipferdingen einbezogen. Es handelt sich um einen Bereich von 21 Hektar im Gewann "Einöde". Die brachliegende, vernässte Riedfläche befindet sich im kommunalen Eigentum.

Bei einem Ortstermin, zu dem Ortsvorsteher Jürgen Keller auch die Landwirte, welche angrenzende Flächen bewirtschaften, eingeladen hatte, erhielt der Ortschaftsrat detaillierte Informationen über die sich im Entwurfsstadium befindlichen vorgesehenen Maßnahmen.

Projektleiter Thomas Kring, Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis, und Markus Röhe von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen, legten in ihren Ausführungen Wert darauf, dass es sich bei dem Vorhaben in rechtlicher Hinsicht um keine Schutzgebietsausweisung handle, sondern vielmehr um die Darstellung eines Fördergebietes. Bei der Umsetzung des Projektes werde deshalb auf Freiwilligkeit gesetzt, das heißt, angestrebte Veränderungen setzen die Zustimmung des Bewirtschafters voraus. Daraus ergibt sich, dass die Realisierung solcher Projekte nicht immer im vollen Umfange erfolgt.

Nach dem derzeitigen Planungsstand ist vorgesehen, den Charakter des Aitrachtales als offenes Tal beizubehalten und keine Umgestaltung vorzunehmen, die durch das Gebiet fließende Aitrach jedoch weiter zu renaturieren und die einmündenden Fließgewässer an diese Struktur anzupassen. Dabei wird darauf geachtet, dass die angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen nicht in Mitleidenschaft gezogen und auch bestehende Drainagen nicht beeinträchtigt werden. Eine Teilfläche von sieben Hektar soll in Pflege genommen werden. Hierfür gibt es Fördermittel des Bundes und des Landes sowie Ökopunkte für die Stadt. Der Zeithorizont für die Umsetzung des Projektes beträgt zehn Jahre.

Von den anwesenden Landwirten war eine vorsichtig positive Bewertung der Vorhaben zu vernehmen. Ein Anliegen war unter anderem sicher zu stellen, dass der Wasserstand der Aitrach dadurch nicht ansteigt.