„Gibt es das Waldsofa noch?“, fragen die Kinder, die die Spielecke im Wald noch kennen. „Was ist das?“, fragen die neuen Kinder im Kindergarten.

Jetzt wissen sie es genau. Viele neue Erlebnisse hatten die Kinder des Kindergartens Kirchen-Hausen bei ihrem neuerlichen Waldtag. Immer wieder in regelmäßigen Abständen sind die Kinder mit den Erzieherinnen unterwegs und tauschen den Wald und das Waldsofa mit dem Kindergarten und der Kuschelecke. Die Kinder freuen sich hierauf schon lange.

In dieser Woche war es fraglich, da es am Montag nur regnete, doch am Dienstag hatte man Glück mit dem Wetter. Ausgestattet mit Vesper in den kleinen Rucksäcken, machten sich dann fünf Erzieherinnen, mit einen Bollerwagen mit allerlei Material, von Küchenrollen bis Wasser, im Schlepptau, vom Kindergarten durch das Neubaugebiet ins Pfaffental auf den Weg. Im Bereich Hinter Ried ist der Waldtag-Platz des Kindergartens zweimal im Jahr.

Das Waldsofa ist nach dem Eintreffen Ersatz für den Stuhlkreis, es ist Ersatz für die Tische und Stühle beim Vesper. Denn Bewegung in der Natur und im Wald machen ja auch hungrig. Beobachtet man die Kinderschar eine Weile, dann fällt auf, dass man im Wald keinerlei Spielzeug benötigt. Da wird jeder Tannenzapfen, ein Ast oder verfaultes Stück Holz zum Spielzeug, die Kinder sind kreativ. Und je größer ein Ast oder ein Holzstamm ist, umso mehr regt es die Kinder an, diesen zu transportieren.

Die Kinder werden ständig von den Erzieherinnen beobachtet, eine ist meist unterwegs, um mal dort ein Kind zu trösten, das hingefallen ist, oder auch mit einem auf die Toilette zu gehen. Und man muss die Schar im Auge behalten, sondert sich eines ab und macht sich auf seinen eigenen Weg? Und im Wald gibt es dann vieles zu entdecken, Käfer und Insekten, und unter der Lupe sehen die dann auch groß aus.

Viel zu schnell ist die Zeit im Wald vorbei, ehe man wieder das Rucksäckchen packt und sich auf den Heimweg in den Kindergarten macht.