Gutmadingen hat einen neuen Treffpunkt, einen Mehrgenerationenplatz. Von der Idee bis zur Einweihung vergingen drei Jahre, dazwischen liegen viele Verhandlungen, Besprechungen aber auch sehr viel ehrenamtliches Engagement.

Zum Platz mit den vielen Spielgeräten gehört auch das Element Wasser, von der Wassertretstelle bis zum Bach. Links die Jungmusiker der Vereine, die den Festakt umrahmen.
Zum Platz mit den vielen Spielgeräten gehört auch das Element Wasser, von der Wassertretstelle bis zum Bach. Links die Jungmusiker der Vereine, die den Festakt umrahmen. | Bild: Paul Haug

Am Sonntag konnte der neue Mehrgenerationenplatz von Gutmadingen eingeweiht werden, und damit hat nicht nur Gutmadingen ein Schmuckstück und Vorzeigeprojekt, sondern die gesamte Raumschaft. Das Wetter spielte entgegen aller Prognosen voll mit.

Grundstück bot sich an

Das Grundstück bot sich gerade zu an, ja, es habe sich aufgedrängt, hier einen Mehrgenerationenplatz zu planen und zu bauen. Vielleicht, so Bürgermeister Walter Hengstler weiter bei der Einweihung, sei das auch ein Vorbild für andere Teilorte. Er dankte dem Motor des Platzes, Gutmadingens Ortsvorsteher Norbert Weber, der viel Zeit in das Projekt steckte und gerade die Eigenleistung koordinierte.

Eine Eberesche spendieren die Firmen Jäger und Weißhaupt, gepflanzt wurde sie gleich an Ort und Stelle. Hierfür musste zuerst der Aushub von Hand vorgenommen werden. Bürgermeister Walter Hengstler, (von links) Michael Keller und Oliver Daniels von der Firma Keller, Ortsvorsteher Norbert Weber sowie Harry Weißhaupt bei der Arbeit.
Eine Eberesche spendieren die Firmen Jäger und Weißhaupt, gepflanzt wurde sie gleich an Ort und Stelle. Hierfür musste zuerst der Aushub von Hand vorgenommen werden. Bürgermeister Walter Hengstler, (von links) Michael Keller und Oliver Daniels von der Firma Keller, Ortsvorsteher Norbert Weber sowie Harry Weißhaupt bei der Arbeit. | Bild: Paul Haug

Rund 200 000 Euro wurden hier investiert, es sei gut angelegtes Geld stellte der Bürgermeister fest. Ortsvorsteher Norbert Weber ging bei der Einweihung auf die Geschichte des Platzes ein.

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Bei der Gemeinderatsklausur im April 2016 hatte die Arbeitsgruppe Gutmadingen einen solchen Platz angeregt. Der Platz in der Dorfmitte eignete sich nicht, da er an der Straße liegt. Etwas abseits von den Straßen hat die Gemeinde aber den großen Spielplatz und die Wiese unterhalb des Gemeinschaftshauses.

Ein Paradies für Kinder hat Gutmadingen, viel Sand, Wasser und Spielgeräte. Gemeinsam wird gleich gespielt.
Ein Paradies für Kinder hat Gutmadingen, viel Sand, Wasser und Spielgeräte. Gemeinsam wird gleich gespielt. | Bild: Paul Haug

Die Idee war auch, so Weber, das Wasser des Kirchenbaches zu nutzen. Die Frage war dann: Ergänzt man die Spielgeräte und legt man oberhalb beim Kirchenbach eine Wassertretstelle an, oder verbindet man gar beides miteinander. Für den Haushalt 2017 wurden die Planungsmittel angemeldet und vom Gemeinderat wie auch später die Investitionssumme genehmigt.

Den Besucheransturm hatten die Helfer der Vereine im Griff, in Blau die Mitglieder der Harmonie, rot die Donaumusikanten.
Den Besucheransturm hatten die Helfer der Vereine im Griff, in Blau die Mitglieder der Harmonie, rot die Donaumusikanten. | Bild: Paul Haug

Im April 2017 konnte bereits der erste Entwurf in der Bürgerversammlung vorgestellt werden, dann folgten noch zahlreiche Behördentermine wegen der Umleitung des Baches, der Zuschuss wurde aus dem ELR-Programm beantragt, und 2018 dann auch in Höhe von 62 500 Euro bewilligt. Weber dankte dem Planungsbüro Weisshaupt aus Aasen für die konstruktive Zusammenarbeit sowie der Firma Jäger für die fach- und termingerechte Ausführung der Arbeiten.

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Im September begannen die Eigenleistungen, Spielgeräte wurden abgebaut, der Humus abgetragen, die Leitung in den Kirchenbach gelegt, Erdarbeiten ausgeführt. 28 Helfer waren bei den ersten Arbeitseinsätzen bereits anwesend und brachten zahlreiche Maschinen und Geräte mit. Für diese große Bereitschaft dankte Weber allen Beteiligten, ferner noch den Spendern von Materialien.

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Die Kramerfreunde spendierten ein Spielgerät, die Fasnachtsgruppe ein Rohrtelefon. Und wie sehr sich die Gutmadinger auf den Platz freuen, zeigte die Anwesenheit am Sonntagmorgen. Jungmusiker bei der Vereine umrahmten den Festakt, das Fest am Sonntag war ein weiterer Ausdruck von Gemeinschaftssinn, alle Vereine waren mit eingebunden und sorgten für das leibliche Wohl der Gäste, die sich allesamt sehr positiv über den gelungenen Platz äußerten.

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Harry Weißhaupt vom gleichnamigen Planungsbüro zollte Ortsvorsteher Norbert Weber hohen Respekt für seinen Einsatz. Er und die Firma Jäger spendeten noch eine Eberesche, die im Anschluss an den Festakt gemeinsam gepflanzt wurde.