Sind wir nicht alle ein bisschen Loriot? Die Theatergruppe „Die Scheinwerfer„ der Manufaktur Weil der Stadt gastierte ein weiteres Mal in Geisingen. Bei früheren Auftritten der Truppe waren auch kritische Themen der Inhalt, in diesem Jahr bei ihrem Benefizauftritt in Geisingen standen die Angriffe auf die Lachmuskeln im Vordergrund. Die achtköpfige Theatergruppe setzte Szenen und Sketsche von Vicco von Bülow um, besser bekannt als Loriot. Statt Zeichentrickfiguren mit Knollennase standen echte Spieler auf der Bühne.

Loriot gilt als einer der vielseitigsten deutschen Humoristen. Das Ensemble „Die Scheinwerfer„ vertiefte sich mit seinem Bühnenprogramm nun ganz in die Welt des Loriot. Bereits der erste Satz war ein durchaus bekannter, wenn auch für manch einen schwer umsetzbar. „Dö dudel dö“ hieß es da in der Jodelschule. Auch an der „Opernkasse“, hatten Schauspieler wie Publikum ihre Freude an den Irrungen und Wirrungen, welche so eine Kartenbestellung innehaben kann. Der Titel und die einzelnen Szenen möchten dazu anregen, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen und über die alltäglichen Lebenssituationen auch mal etwas schmunzeln oder sogar lachen zu können. So ist auch die „Eheberatung“ ein Feld, über das man sich so seine Gedanken machen kann. Irgendwie birgt das Spannungsverhältnis zwischen Mann und Frau ganz automatisch auch immer eine gewisse Komik mit sich.

Sabine Muhs spielt hier die Eheberaterin. Sie stammt aus Geisingen und durch ihre Verbindung kamen die Scheinwerfer auch nach Geisingen. Das Frühstücksei oder Hermann im Sessel, Sketsche, die jeder kennt, wurden hier lebendig. 14 Punkte boten die Akteure im voll besetzten Pfarrheim, und die Besucher, die aus der ganzen Region kamen, waren begeistert. Das Gastspiel war ein Benefizauftritt, der Eintritt wird für behinderte Kinder in Peru gespendet, wofür Heidrun Hog-Heidel den Schauspielern dankte.