Im Gespräch mit dem SÜDKURIER gehen mit Daniele Arceri, Fabian Benz, Christoph Baur, Jörg Kurz, Sabrina Pascale und Uwe Kraft stellvertretend für alle 16 Kandidaten, mit denen SPD/FW bei den Wahlen zum Geisinger Gemeinderat antreten, auf die Schwerpunkte ein, die ihre Fraktion in der kommunalpolitischen Arbeit der nächsten Jahre setzen will.

  • Erziehung und Bildung: Was die Kinderbetreuung anbelangt, habe die Stadt in den vergangenen Jahren ganz erhebliche Anstrengungen unternommen, sowohl was bauliche Investitionen als auch die Erweiterung des Betreuungsangebots anbelange, zieht Fabian Benz Bilanz. Für die kommenden Jahre gelte es, insbesondere das Betreuungsangebot bedarfs- und nachfrageorientiert weiter auszubauen und das Versorgungsangebot im Bereich der Kinderbetreuung langfristig zu sichern. „Orientierungsgrößen sind dabei nicht nur rein quantitativ die Bedarfszahlen, sondern in qualitativer Hinsicht auch die steigende Nachfrage nach flexiblen Betreuungsformen. Gefragt ist letztlich ein pragmatischer, zukunftsfähiger Leistungsausbau“, erklärt Benz. Im Hinblick auf den Schulstandort Geisingen setzen sich SPD/FW, dem Leitspruch „kurze Beine, kurze Wege“ folgend, für den Erhalt der Ortsteilschulen ein. „Verbessern wollen wir die Zusammenarbeit zwischen Schulleitung, Lehrerkollegium und Elternvertretern einer- und der Stadt als Schulträger andererseits. Für Stadt und Gemeinderat ist es beispielsweise mit Blick auf bauliche Investitionen am Schulstandort wichtig, möglichst frühzeitig zu wissen, ob und wenn ja welche neuen pädagogischen Konzepte die Grundschule Geisingen in naher Zukunft verfolgen will“, erläutert Christoph Baur.
  • Leben und Wohnen: Geisingen und seine Ortsteile sollen als Wohnorte für alle Generationen, von Kindern über Jugendliche und Familien bis zu einem älteren Personenkreis, attraktive Bedingungen bieten. Darunter fallen unter dem Schlagwort „lebens- und liebenswertes Geisingen“ mehrere Aspekte. Das Vorhalten von Bauland in Verbindung mit stabilen und günstigen Bauplatzpreisen bleibt für SPD/FW ein zentraler Punkt. „Ganz klar, Bauen in der Region Geisingen muss erschwinglich bleiben“, betont Daniele Arceri. Was günstiges Wohnen zur Miete anbelange, gebe es allerdings Nachholbedarf: „Stadt und Gemeinderat sollten im Rahmen ihrer planerischen und gestalterischen Möglichkeiten darauf hinwirken, dass vermehrt Mietwohnungen realisiert werden“, so Arceri. „Jugendliche brauchen Anlaufstellen in der Kernstadt und den Ortsteilen“, greift Uwe Kraft einen weiteren Aspekt auf. Die teilweise seit Jahrzehnten bestehenden Jugendclubs seien eine dieser Anlaufstellen. „Wir wollen die Clubs grundsätzlich in der Selbstverwaltung durch die Jugendlichen belassen. Kommt es allerdings, wie vor Kurzem im Geisinger Jugendclub, zu Problemen, muss man angemessene Sanktionsmaßnahmen ergreifen“, so Kraft. Der Standort des Geisinger Jugendclubs in der Alten Gerbe in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kindergarten müsse kritisch hinterfragt werden. Abgesehen von den Jugendclubs gebe es zu wenig Treffpunkte für Jugendliche. Die geplante Reaktivierung des Donaualtarm-Areals im Freizeitgebiet Danuterra biete immerhin einen Ansatzpunkt. „Aufenthaltsqualität bedeutet nicht nur für Familien, sondern letztlich alle Altersschichten, auch die Gestaltung öffentlicher Räume und Plätze, führt Sabrina Pascale einen weiteren Punkt an. Ein Beispiel sei die Situation in der Geisinger Hauptstraße. Hier gelte es gestalterische Lösungen zu finden, die sowohl dem Fahrzeug- als auch dem Fußgängerverkehr gerecht werden und Barrierefreiheit gewährleisten. Mit der geplanten Neugestaltung des Postplatzes könnten diesbezüglich erste „Gestaltungspflöcke“ eingeschlagen werden, die in der Folge auch auf die Hauptstraße und die Altstadt ausstrahlen könnten.
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  • Infrastruktur: Zu einer funktionierenden Infrastruktur zähle nicht nur das Straßen- und Wegenetz, sondern auch der Nahverkehr. Den gelte es, beispielsweise durch Initiativen wie einen Bürgerbus, zu stärken, meint Christoph Baur. Zur Infrastruktur gehöre aber auch – Stichwort: Digitalisierung – ein leistungsfähiges Internet, ergänzt Fabian Benz. „Schnelles Internet ist sowohl für Privathaushalte als auch Unternehmen ein wichtiges Kriterium bei ihrer Entscheidung sich in Geisingen anzusiedeln. Die Arbeiten für ein Glasfasernetz in der Region Geisingen sind angelaufen. Wir müssen auch weiterhin dafür Sorge tragen, dass das Umsetzungstempo gehalten oder besser noch gesteigert wird. Außerdem sollten wir auch Leistungen im Bereich mobiles Internet, beispielsweise in Form von Hot Spots, bieten“, meint Fabian Benz.
  • Wirtschaftsstandort: Was die Entwicklung als Wirtschaftsstandort anbelange, sei Geisingen gut aufgestellt, meinen die sechs Gemeinderatskandidaten. Es gelte, die bisherige Linie von Stadtverwaltung und Gemeinderat konsequent fortzusetzen. „Unser Ziel war, ist und bleibt, einheimische Firmen am Standort Geisingen zu halten und die Neuansiedlung von Unternehmen zu unterstützen. Dazu müssen auch künftig ausreichend Industrie- und Gewerbeflächen vorgehalten werden, um sowohl Erweiterungsvorhaben bereits ansässiger Firmen als auch Neuansiedlungen zu ermöglichen“, erklärt Jörg Kurz. Ansiedlungsinteressierte Unternehmen, darauf legen SPD/FW großen Wert, sollen auch weiterhin ein ganz bestimmtes Kriterium erfüllen: „Sie müssen qualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze mitbringen beziehungsweise schaffen. Das Verhältnis zwischen Flächenverbrauch einer- und der Zahl der Arbeitsplätze andererseits muss stimmen. Diesen Aspekt werden wir auch künftig im Auge behalten“, betont Uwe Kraft.
  • Städtischer Haushalt: „Sinnvoll investieren bei maßvoller Ausgabenpolitik“ lautet die Devise von SDP/FB. Nicht zuletzt, weil absehbar ist, dass die Steuereinnahmen sich nicht dauerhaft auf dem jetzigen Niveau bewegen werden, sollen neue Belastungen für den städtischen Haushalt auf ein Minimum beschränkt werden.
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