Entgegen dem Ziel, die Sanierung der Stadtkirche Geisingen bis Ende des Jahres abschließen zu können, sorgen zusätzliche Schäden dafür, dass weder der Zeit- noch der Kostenrahmen eingehalten werden kann. Fertig sind allein die Arbeiten am Sockel und haben schon 10 000 Euro Mehrkosten verursacht.

Jetzt folgen die Hauptarbeiten Schon seit einigen Wochen steht das Gerüst, erst seither konnten intensive Begutachtungen erfolgen. Immer mehr Schäden treten zutage, wie Edgar Lasarzki, der die Bauleitung im Auftrag der Pfarrgemeinde beziehungsweise des kirchlichen Bauamts hat, bei der neuerlichen Infoveranstaltung am Sonntag nach dem Gottesdienst erläuterte.

Im November ging man noch vom Abschluss bis Ende diesen Jahres aus. Lasarzki machte mit interessierten Einwohnern sowie Mitgliedern des Pfarrgemeinderates einen "Rundgang" um die Kirche und erläuterte die Schäden. Diese sind gerade im Bereich der Sandsteine an vielen Stellen sichtbar und größer als gedacht, auch die Schäden am Dach erweisen sich als immer umfangreicher. "Erst nachdem wir nun immer mehr Schäden feststellen, kann die Ausschreibung erfolgen und dann können die Arbeiten beginnen", betonte Lasarzki. Ein Teil des Putzes ist feucht, muss abgeschlagen und ersetzt werden.

Die Kosten wurden vor vier Jahren auf 360 000 Euro geschätzt, es dürfte wohl mindestens eine vier vorne stehen, denn seither sind mehr Schäden aufgetreten und die Baukosten sind gestiegen. Vor sieben Jahren wurde der Kirchturm saniert, vor rund 40 Jahren das Langhaus, das nun wieder saniert wird. Im Namen des Pfarrgemeinderats begrüßte Petra Schmid-Seger den Architekten Edgar Lasarzik nach dem Gottesdienst und dankte schon im Vorfeld allen für die Unterstützung bei dem Projekt.

Der Startschuss wurde 2016 für die weiteren Planungen gegeben, das Denkmalamt hat inzwischen zugestimmt und einen Zuschuss von 22 000 Euro genehmigt. Im Chorraum der Kirche sind Bilder mit Beschreibung der Schäden, am kommenden Sonntag wird im Rahmen des Kreuzfestes Bernd Bendschneider im Auftrag des Pfarrgemeindeteams am Nachmittag Führungen anbieten.

Kirchensanierung

Im Rahmen eines Rundgangs rund um die Kirche erläuterte Architekt Edgar Lasarzki (vorne) den interessierten Personen die Schäden und die geplanten Maßnahmen. Derzeit läuft noch eine intensivere Schadensanalyse.