Die Mitglieder der Kirchen-Hausener Angelgemeinschaft haben im letzten Jahr mehr Zeit in den Umwelt- und Naturschutz investiert, als ihrem Hobby, dem Angeln nachzugehen. Dies wurde bei der Generalversammlung der Gemeinschaft deutlich und von Ortsvorsteher Christoph Moriz besonders betont. Zu den Arbeiten zählten zum Jahresbeginn die Gewässerputzaktion zusammen mit der landesweiten Kampagne des Landesfischereiverbandes. Dann folgte die Bepflanzungsaktionen entlang der Aitrach.

Der Verein hat die Bachpatenschaft für die Gewässer zweiter Ordnung auf den Gemarkungen Kirchen-Hausen, Aulfingen und Leipferdingen, zu deren Kategorie die Aitrach gehört. Zu neuen Bäumen gehört inzwischen auch ein entsprechender Schutz mit Draht, um die jungen Bäume vor den Zähnen des Bibers zu schützen.

Beim Fischerfest bot der Verein wieder Fischspezialitäten an, was bei den vielen Besuchern sehr gut ankam. Torsten Friesecke gab seinen letzten Bericht als Schriftführer, er gab sein Amt aus zeitlichen Gründen ab. Der Verein wird von Thomas Müller und Jerome Krieger geführt, sie leiteten auch die Versammlung gemeinsam. Gewässerwart Rainer Wullich erinnerte noch an den Einbau von Buhnen in der Donau, um sowohl die Fließgeschwindigkeit, als auch die Sohlstruktur zu ändern. Wie sehr es daran mangelt, zeigte eine Kontrollbefischung des Verbandes in der Donau bei der Meßschwelle.

Die Kosten für die Bepflanzung an der Aitrach hat der Verein selbst finanziert. Neben den Arbeitseinsätzen haben die Mitglieder auch noch die Angel ins Gewässer ausgelegt, 88 Mal war das Angeln von Erfolg gekrönt, so zumindest die abgegebenen Fanglisten. Die Jugendgruppe unterstützt den Verein, wie Jugendwart Oliver Matuschke berichtet.

Bei den Wahlen wurde Patrick Rullmann zum neuen Schriftführer gewählt. Diskutiert wurde in der Sitzung noch über Mulchaktionen am Aitrachufer, die von den Anglern kritisiert wurden.