Gut eingelebt haben sich Kinder und Erzieherinnen des Kindergartens Stadtgraben im Schulgebäude des Bauabschnitts II, wo sie während des Umbaus des Kindergartens untergebracht sind. „Im Provisorium wird genauso pädagogisch gearbeitet, wie im alten Kindergarten“, betonte Elke König, Leiterin des Kindergartens Stadtgraben, bei der Elternversammlung. Diese fand im Provisorium, dem Schulgebäude II statt, in dem der Kindergarten seit dem Ende der Sommerferien während der Umbauphase des Kindergartens sein Domizil hat.

Manches sei besser als im bisherigen Kindergarten, manches schlechter und bei einigen Angeboten und Abläufen müsse man Kompromisse eingehen, war der Tenor der Kindergartenleitung bei der Versammlung. Eltern konnten die Fragen, die sie an die Kindergartenleitung und an Bürgermeister Walter Hengstler als Vertreter des Trägers hatten, schon im Vorfeld stellen, sodass man sich vorbereiten konnte. In der ausführlichen Diskussion kam aber auch wieder das Thema Neubau und Standort zur Sprache. Es ist zwar beschlossen, dass der alte Kindergarten saniert wird, aber ein Neubau wäre doch besser gewesen, monierten einige Mütter. Denn hier sei das Zentrum der Kinder, sei es der Kindergarten oder die Schule, die hier beieinander sind. „Wir fühlen uns hier wohl“, erklärte denn auch Elke König.

Der erste Elternabend des Kindergartens Stadtgraben im neuen Kindergartenjahr findet im Provisorium, im ehemaligen Werkraum des Bauabschnitts II der Geisinger Schule statt. Bilder: Paul Haug
Der erste Elternabend des Kindergartens Stadtgraben im neuen Kindergartenjahr findet im Provisorium, im ehemaligen Werkraum des Bauabschnitts II der Geisinger Schule statt. | Bild: Paul Haug

Bürgermeister Hengstler betonte, er sei gespannt darauf gewesen, wie die Resonanz sei. "Es war und ist sicher richtig, dass man während der Umbauphase des alten Kindergartens den Betrieb ausgelagert hat. Dies war der Wunsch des Erzieherteams und auch des Elternbeirates in einem Workshop, obwohl es der Architekt anders gesehen hat", sagte Hengstler. Aber es sei nicht vorstellbar, dass ein Umbau während des laufenden Betriebes stattfinden kann. "Der Spielplatz ist angelegt, kann aber noch nicht benutzt werden, da das Gras noch wachsen muss", so Hengstler. "Den Bauabschnitt II der Schule als Provisorium zu nutzen, war die einzige Möglichkeit an städtischen Gebäuden, eine Containerlösung wäre auch nicht billiger gewesen", führte der Bürgermeister aus. Er zeigte sich verärgert über die lange Planungsphase beim Umbau der Gerbe, wo sich der zweite städtische Kindergarten befindet. Im Kindergarten Stadtgraben entsteht nach dem Umbau eine zusätzliche Krippengruppe.

Hengstler erläuterte den Werdegang der Diskussionen über die Standorte. "Der Gemeinderat hat mehrheitlich so entschieden, dass die beiden bestehenden Einrichtungen erhalten, saniert und erweitert werden. Zentral in Geisingen bleibt die Ganztagesbetreuung", sagte Hengstler. Die Nähe zur Turnhalle ist positiv, bei sehr schlechtem Wetter kann anstatt des wöchentlichen Waldtages auch die Turnhalle benutzt werden, wurde vom Erzieherteam, das sich den Eltern vorstellte, betont. Der Kindergarten erhält im November die fünfte Auszeichnung als Technolinchen, was ein besonderer Erfolg sei, wie Kindergartenleiterin Elke König unterstrich. Auch im Provisorium wird Technik angeboten.

Die stellvertretende Vorsitzende des Elternbeirates, Mairet Siemssen stellte die Arbeit des Elternbeirats vor.